Himmel oder Hölle © ProSieben
Vom Hit zum Rohrkrepierer

ProSieben: Brutaler Absturz für "Himmel oder Hölle"

 

Bei der Premiere im August musste "Himmel oder Hölle" noch gegen harmlose Konkurrenz ran. Nun, gegen Bohlens "Supertalent", folgte der brutale Absturz: Mit nur etwas mehr als fünf Prozent Marktanteil ging die ProSieben-Show komplett unter.

von Alexander Krei
19.10.2014 - 09:02 Uhr

Mit knapp zwei Millionen Zuschauern und einem Marktanteil von 16 Prozent in der Zielgruppe feierte "Himmel oder Hölle" im August einen himmlischen Auftakt. Nun, etwas mehr als zwei Monate später, wird man sich bei ProSieben dagegen vermutlich eher wie in der Hölle vorkommen. Was folgte, war nämlich ein beinahe beispielloser Quoten-Absturz - die zweite Folge der Action-Quizshow mit Jochen Schropp erzielte am Samstagabend nämlich derart miese Quoten, dass die baldige Ausstrahlung einer weiteren Ausgabe eher einem Himmelfahrtskommando gleichkäme. Mit gerade mal noch 520.000 Zuschauern zwischen 14 und 49 Jahren lag der Marktanteil nämlich bei nur noch 5,3 Prozent in der Zielgruppe.

Bitter ist die Entwicklung auch für die Produktionsfirma UFA Show, die mit "Himmel oder Hölle" eigentlich ein Stück weit unabhängiger werden wollte von den Castingshows, die sie seit Jahren für RTL produziert. Dass das "Supertalent" am Samstag beim jungen Publikum mit fast 25 Prozent Marktanteil einmal mehr dominierte, wird angesichts der überraschend schlechten Quoten von "Himmel oder Hölle" aber nur ein schwacher Trost sein. Ohnehin dient die harte Konkurrenz nur bedingt als Ausrede für diesen Komplett-Absturz, schließlich hatte ProSieben in der Vergangenheit schon häufiger unter Beweis gestellt, mit eigenen Shows auch gegen Dieter Bohlen bestehen zu können.

Allerdings war die Premieren-Konkurrenz im August tatsächlich an Harmlosigkeit kaum zu überbieten. Insgesamt verlor "Himmel oder Hölle" im Vergleich zur Premiere jedenfalls weit mehr als die Hälfte der Zuschauer. Übrig blieben nur noch 750.000 Zuschauer, die einen völlig indiskutablem Marktanteil von 2,6 Prozent nach sich zogen - nicht mal ein Platz unter den fünf meistgesehenen Sendungen von ProSieben war damit noch drin. In Unterföhring wird man sich nun also gut überlegen müssen, wie man mit seinem Show-Neustart künftig verfahren möchte, zumal er auch die anschließenden "Crash Games" komplett nach unten zog. Mehr als 600.000 Zuschauer und ein Marktanteil von 6,5 Prozent waren für die zweite Show des Abends nicht drin. Und auch die "Himmel oder Hölle"-Wiederholung in der Nacht ging mit nur 6,1 Prozent komplett unter.

Unterdessen erging es auch Sat.1 zum Start in den Samstagabend nicht besonders gut. Dort enttäuschte die Film-Wiederholung von "Nach 7 Tagen - Ausgeflittert" mit sehr schwachen 8,1 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe bei insgesamt nur 1,28 Millionen Zuschauern. Dass zwei Folgen der längst eingestellten Ermittler-Doku "K11" das Zeug zur meistgesehenen Sat.1-Sendung des Tages hatten, sagt auch viel aus. Immerhin: "Leg dich nicht mit Zohan an" schaffte am späten Abend gute 11,9 Prozent Marktanteil. Auch der Tagesmarktanteil fiel nicht zuletzt dank starker Quoten der "The Voice"-Wiederholungen in der Daytime mit 10,6 Prozent durchaus gut aus. ProSieben hatte auch hier nicht allzu viel Grund zur Freude und erzielte am Samstag bloß 8,5 Prozent in der Zielgruppe.

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