Promi Big Brother © SAT.1
Bundesliga drückt die Quoten

"Promi Big Brother" muss zum Auftakt Federn lassen

 

Der quotenstarke Bundesliga-Start ging an "Promi Big Brother" nicht spurlos vorüber: Die Sat.1-Realityshow startete deutlich schwächer als in den beiden Vorjahren. RTL und ProSieben konnte der Große Bruder jedoch klar hinter sich lassen.

von Alexander Krei
15.08.2015 - 08:44 Uhr

Zum Start in die dritte Staffel von "Promi Big Brother" hat sich Sat.1 kein leichtes Gegenprogramm ausgesucht. Die Realityshow musste am Freitagabend nämlich gegen den Auftakt der neuen Bundesliga-Saison antreten, bei dem Rekordmeister Bayern München gegen den Hamburger SV spielte. Die Partie war aus Quotensicht letztlich nicht zu schlagen - und schadete auch der Einzugsshow des Großen Bruders spürbar. 2,22 Millionen Zuschauer schalteten ab 20:15 Uhr ein und damit etwa eine Million weniger als in den vergangenen beiden Jahren. Die Reichweite fiel zum Start der neuen Staffel damit niedriger aus als bei jeder Folge der erfolgreichen Vorjahres-Staffel.

Auch mit Blick auf die Marktanteile musste Sat.1 am Freitagabend dementsprechend kräftige Einbußen hinnehmen: Erzielte der Auftakt der zweiten Staffel vor einem Jahr noch fast 19 Prozent Marktanteil, so musste sich "Promi Big Brother" diesmal mit 1,20 Millionen 14- bis 49-jährigen Zuschauern sowie 14,7 Prozent Marktanteil zufriedengeben. Die dreistündige Live-Show mit Jochen Schropp bewegte sich damit aber natürlich trotzdem klar oberhalb des Senderschnitts - spannend dürfte nun jedoch die Entwicklung in den kommenden beiden Wochen werden. Sie wird zeigen, ob das rückläufige Interesse tatsächlich  nur dem quotenstarken Bundesliga-Start geschuldet ist, der am Freitag alleine im Ersten mehr als sieben Millionen Zuschauer unterhielt.

Die Konkurrenz von RTL konnte Sat.1 aber immerhin deutlich in die Schranken weisen: Nach dem tollen Auftakt mit mehr als 20 Prozent verlor die neue RTL-Rankingshow "Die 100..." in dieser Woche kräftig an Boden. Mehr als ein Marktanteil von 11,9 Prozent war in der klassischen Zielgruppe für "Die 100 abgefahrensten Moment on the Road" nicht drin. Insgesamt schalteten 2,11 Millionen Zuschauer ein und damit über 1,3 Millionen weniger als noch vor sieben Tagen bei den "witzigsten Tieren vor laufender Kamera". Das Live-Programm von Carolin Kebekus geriet im weiteren Verlauf des Abends mit lediglich 9,6 Prozent sogar völlig unter die Räder.

Und auch für ProSieben verlief der Abend enttäuschend: Auf gerade mal 7,2 Prozent Marktanteil brachte es der Spielfilm "Ich bin Nummer vier", insgesamt schalteten lediglich 1,19 Millionen Zuschauer ein. Auch "Ghost Rider" verharrte danach im einstelligen Bereich. Der Tagesmarktanteil fiel mit 9,8 Prozent dann auch entsprechend mager aus. Gaz vorne gab's hingegen einen spannenden Dreikampf, den RTL mit 11,6 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen für sich entscheiden konnte. Sat.1 lag dank "Promi Big Brother" nur knapp dahinter und kam auf 11,2 Prozent, während Das Erste mit 11,1 Prozent Dritter wurde.

Teilen

Kommentarbereich anzeigen
Alle Zuschauer ab 3 Jahren vom 11.12.2018


Zuschauer 14-49 Jahre vom 11.12.2018
Mehr in der Zahlenzentrale