Foto: ZDF © ZDF
Comeback der Politsatire

"Neues aus der Anstalt" schlägt "Scheibenwischer"

 

Nach über 26 Jahren zeigte das ZDF wieder eine Politsatire. Marktanteil und Zuschauerzahl lagen höher als zuletzt beim ARD-Pendant "Scheibenwischer".

von Uwe Mantel
24.01.2007 - 10:26 Uhr

Foto: ZDFMehr als 26 Jahre lang fand politisches Kabarett im ZDF nicht statt, seit Dienstagabend kehrt der Mainzer Sender in dieses Genre zurück. "Neues aus der Anstalt" heißt die Politsatire-Sendung mit Urban Priol, Georg Schramm und weiteren Gästen, in der ersten Sendung etwa "Scheibenwischer"-Erfinder Dieter Hildebrandt, der mit "Notizen aus der Provinz" einst auch die ZDF-Satiresendung in den 70er Jahren moderierte.

Der Start verlief für "Neues aus der Anstalt" sehr gut: 3,86 Millionen Zuschauer ab drei Jahren sahen die erste Ausgabe, das entsprach einem hervorragenden Marktanteil von 16,6 Prozent beim Gesamtpublikum. Die letzten "Scheibenwischer"-Ausgaben, die allerdings auch meist rund eine halbe Stunde später starteten, holten zwischen 2 und 2,4 Millionen Zuschauern. Auch der Marktanteil lag in der Regel aber deutlich unter dem Wert von "Neues aus der Anstalt".


Allerdings fanden sich die Politsatire-Fans in erster Linie beim älteren Publikum. Bei den 14- bis 49-Jährigen wurde ein Marktanteil von 7,3 Prozent erzielt, weniger als der aktuelle Senderschnitt. Blickt man detaillierter auf die Altersstruktur des Publikums, wird ein starkes Gefälle deutlich: Bei den 14- bis 19-Jährigen reichte es etwa nur zu 3,6 Prozent Marktanteil, bei den 20- bis 29-Jährigen sah es mit 4,1 Prozent kaum besser aus. Bei den 50- bis 64-Jährigen lief es mit 18,5 Prozent Marktanteil hingegen gut, doch die höchsten Marktanteile wurden - ZDF-typisch - bei den über 65-Jährigen erzielt: 29,0 Prozent.

Nach Bildungsgrad aufgeschlüsselt zeigt sich wenig überraschend, dass vor allem die formal höher gebildeten die Sendung einschalteten: Bei den Zuschauern mit Studium lag der Marktanteil bei 26,6 Prozent. Bei den Zuschauern die lediglich Volks- und Hauptschulen oder weiterführende Schulen besucht haben sah es mit um 15 Prozent Marktanteil hingegen deutlich schwächer aus.

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