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Detaillierte Analyse der Quoten

"Stromberg" startet sehr gut, "Switch" verhalten

 

Die dritte Staffel "Stromberg" startete mit Quoten deutlich über den Werten der ersten und zweiten Staffel. Verhalten lief hingegen der Auftakt für "Switch Reloaded".

von Uwe Mantel
06.03.2007 - 09:44 Uhr

Foto: ProSiebenZwei spannende Neustarts aus dem Comedysektor gab es am Montagabend bei ProSieben. Um 22:15 Uhr kehrte nach jahrelanger Pause "Switch" wieder auf den Fernsehschirm zurück, im Anschluss daran dann die im Vorfeld schon viel diskutierte dritte Staffel der Kult-Comedy "Stromberg".

"Stromberg" sorgte dabei für eine positive Überraschung. Nachdem die ersten beiden Staffeln zum Auftakt nur verhaltene Quoten holten, lief der Start für Staffel 3 hervorragend. 1,17 Millionen 14- bis 49-jährige Zuschauer reichten ab 22:45 Uhr für sehr gute 15,5 Prozent Marktanteil in der werberelevanten Zielgruppe - deutlich mehr als ProSieben derzeit im Schnitt erreicht. Insgesamt schauten 1,39 Millionen Zuschauer ab drei Jahren zu, was 8,2 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum entsprach. Der Auftakt zur ersten Staffel holte 2004 nur 11,4 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe, den Start der zweiten Staffel hatten gar nur 9,3 Prozent der werberelevanten Zuschauer angesehen.


Der typische "Stromberg"-Zuschauer ist übrigens jung, männlich, höher gebildet und verdient gut. So lag der Marktanteil bei den 14- bis 19-Jährigen bei tollen 35,9 Prozent, bei den 20- bis 29-Jährigen wurden noch 28,9 Prozent Marktanteil erzielt. Danach ging es dann jedoch steil bergab. Bei den weiblichen Zuschauern lag der "Stromberg"-Marktanteil bei 6,6 Prozent, bei den männlichen hingegen bei 10,1 Prozent. Signifikant auch die Unterschiede bei der Aufschlüsselung nach Bildungsgruppen: Bei den Zuschauern mit Volks- und Hauptschulbildung lag der Marktanteil bei 5,9 Prozent, bei den Zuschauern mit Abitur bei 19,0 Prozent. Zudem erfreut sich "Stromberg" vor allem bei Beamten großer Beliebtheit. In dieser Zuschauergruppe wurden 18,5 Prozent Marktanteil erzielt.

Auf die recht späte Sendezeit angesprochen sagte Christoph Maria Herbst im DWDL.de-Interview: "Aus dem Bauch heraus würde ich jetzt sagen, dass es gut ist für den Marktanteil." Und er sollte recht behalten: "Switch Reloaded" startete direkt davor um 22:15 Uhr und holte, trotz ähnlich hoher Reichweiten einen deutlich geringeren Marktanteil.

So war "Switch Reloaded" zwar mit 1,19 Millionen 14- bis 49-jährigen Zuschauern die meistgesehene ProSieben-Sendung des Montags in der werberelevanten Zielgruppe, doch es reichte dennoch nur zu etwas mageren 11,4 Prozent Marktanteil. Dennoch lag "Switch Reloaded" damit über dem - derzeit allerdings ziemlich schwachen - Senderschnitt. Insgesamt schauten 1,49 Millionen Zuschauer ab drei Jahren zu, was 6,0 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum entsprach.

Allerdings muss man dem Format auch zugute halten, dass das Lead-In nicht gerade perfekt war. Der "Gameshow-Marathon" kann auch nach dem Umsatteln auf Nicht-Promis als Kandidaten nicht überzeugen und holte direkt davor nur sehr schwache 8,1 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe. Sowohl "Switch Reloaded" als auch "Stromberg" konnten höhere Reichweiten erzielen als der "Gameshow-Marathon" um 20:15 Uhr.

Wie auch "Stromberg" sprach "Switch Reloaded" vor allem das ganz junge Publikum an. So lag bei den 14- bis 19-jährigen der Marktanteil bei 24,8 Prozent, bei den 20- bis 29-Jährigen noch bei 22,8 Prozent. Doch schon bei den 30- bis 39-Jährigen sackte dieser Wert auf 9,3 Prozent ab. Auch bei "Switch Reloaded" lag der Marktanteil zudem bei den Zuschauern mit Abitur mit 12,0 Prozent am höchsten, bei den Zuschauern mit Volks- und Hauptschulbildung wurden nur 4,7 Prozent erzielt.

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