Quelle der Daten für diesen Artikel: all eyes on screens

Dass der Discounter Netto in diesem Jahr auf Hape Kerkeling als Werbegesicht sitzt, ist längst bekannt. Schon vor einigen Wochen waren Spots zu sehen, in dem der Entertainer an der Seite von Andi Obst als G. Müse zu sehen war - Netto ließ die Spots auch auf einigen großen Sendern schalten, sodass eine hohe Bruttoreichweite zustande kam (DWDL.de berichtete). Nun sind die Kerkeling-Spots von Netto zurück, dabei hat man sich jedoch etwas neues einfallen lassen. 

Inzwischen ist Kerkeling im Sommer angekommen und lässt sich von Fußball-Profi Giulia Gwinn begrillen. Als sie in die Runde fragt, wer was möchte, antwortet Kerkeling in Form verschiedener Figuren: Horst Schlämmer will Rücken und korrigiert sich dann schnell: "Nacken!". Gisela achtet offenbar auf ihre Linie und lehnt dankend ab. Und am Ende ruft Kerkeling als Tenor Mirosław Lem - in Anlehnung an seinen legendären "Hurz"-Sketch - laut: "WURST!". 

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Alleine dieser Spot lief in der zurückliegenden Woche so oder so ähnlich mehr als 600 Mal in den Werbeblöcken der deutschen TV-Sender. Insgesamt schaltete Netto etwas mehr als 1.000 Spots, was zu einer Bruttoreichweite in Höhe von 640 XRP führte. Damit holte sich das Unternehmen den zweiten Platz in den Werbecharts der vergangenen Woche, nur die Ferrero-Marke Kinder war noch deutlich erfolgreicher und erzielte 1.298 XRP. 

Für Netto war es unterdessen die aus TV-Werbesicht intensivste Woche des Jahres. Teilweise schaltete man mehr als 250 Spots pro Tag - so viele wie noch nie in diesem Jahr. Die meisten Netto-Spots waren in der vergangenen Woche übrigens bei Vox und RTL zu sehen. Rund 10,9 Prozent aller Netto-Spots entfielen aber auch auf den relativ kleinen Pay-TV-Sender 13th Street. Das Bruttowerbevolumen belief sich nach der Berechnung von All Eyes on Screens auf rund 1,9 Millionen Euro. 

Das Werberanking kurz erklärt

All Eyes On Screens (früher: AdScanner) stellt für das Ranking eine Liste aller in der vergangenen Woche im deutschen TV ausgestrahlten Werbespots zusammen und ermittelt für diese die in Summe erzielte Reichweite in den gemessenen Vodafone-Haushalten. Da hier die sekundengenaue Reichweite statt der bislang branchenüblichen Werbeinselreichweite als Grundlage dient, spricht All Eyes On Screens von XRP (Exact Rating Points). Da es sich um Brutto-Reichweiten handelt, werden dafür die Einzel-Reichweite jeder Ausstrahlung aufaddiert. Zur Veranschaulichung: Läuft ein Spot zehn Mal und erreicht dabei jeweils fünf Prozent der gemessenen Vodafone-Haushalte, ergibt das für die gesamte Woche 50 XRP - auch wenn es immer die gleichen fünf Prozent gewesen wären.