Foto: PhotocaseAus eigener Kraft will eine handvoll Medienmacher ein neues Magazin zum Thema Klimawandel auf den Markt bringen und als erste Adresse für Nachrichten, Reportagen, Analysen und Tipps rund um das aktuelle Umweltschutz-Thema etablieren. Der Arbeitstitel des neuen Hefts: "Klima-Magazin". Hinter der Zeitschrift, die im November erstmals erscheinen soll, stecken keine Unbekannten. So ist als Chefredakteurin die ehemalige Burda-Entwicklungsredkteurin und "BamS"-Chefreporterin Christel Vollmer mit im Boot.

Vollmer entwickelt das Heft gemeinsam mit  Uwe Dulias, der unter anderem die Zeitung "Blik Ukraine" mitbegründete. Darüber hinaus gehört auch Werner Köster, Gründungs-Chefredkateur der "Sport Bild" zum "Klima-Magazin".  Um die wissenschaftlichen Themen kümmert sich Geowissenschaftler Uwe Kehlenbeck. Die kaufmännische Leitung des Hefts liegt bei Andreas Liese, der unter anderem die auf Nachhaltigkeit angelegte Kosmetik-Kette Body Shop von London nach Hamburg geholt hat. Um das Anzeigengeschäft kümmert sich Rainer Gierke, der bereits am Aufbau des Anzeigenbereichs der Verlagsgruppe Milchstraße beteiligt war.
 

 
Herausgegeben wird die neue Zeitschrift im Verlag IOCCC Media, den die Beteiligten eigens für das engagierte Projekt gegründet haben. Geplant ist, das Heft im Zwei-Monats-Turnus an den Kiosk zu bringen. Das "Klima-Magazin" wird voraussichtlich einen Umfang von 144 Seiten haben und wird für einen Preis, der unter fünf Euro liegen soll, zu haben sein. Den Vertrieb der Zeitschrift übernimmt Springers ASV. Zudem soll es künftig auch eine Internetpräsenz zum Heft geben, die eng mit den gedruckten Inhalten verzahnt werden soll.

Im Visier haben die Macher die derzeit bei Medienmachern angesagte Bevölkerungsgruppe der so genannten Lohas (Lifestlyle of health and sustainibility). Erst vor kürzlich hat der Burda-Verlag das ähnlich gelagerte Projekt "Ivy World" eingestellt, bei dem es über den Klima-Wandel hinaus grundsätzlich um Inhalte zum Thema Nachhaltigkeit ging. Bei Burda sah man für "Ivy", das aus einer Internet-Community als Kernprodukt und einer ergänzenden Zeitschrift bestand, keine wirtschaftliche Perspektive. Das Heft wurde nach zwei Test-Ausgaben eingestellt, die Internet-Präsenz ist mittlerweile verschwunden.