Audio-Update vom 21. Mai
Robin Gosens geht zur ARD, HBO Max startet Podcasts
© NDR/Marco von Felten
Fußballprofi Robin Gosens wechselt mit seinem Podcast "Wie geht's?" zur ARD, HBO Max startet in Europa begleitende Podcasts zu seinen Serien und "T-Online"-Chef Florian Harms spricht mit Vordenkern. Außerdem: Der Deutschlandfunk steht vor einem Umbau.
© Warner Bros. Discovery
Der Streamingdienst HBO Max hat den Start eines Podcast-Angebots in Europa angekündigt. Dieses soll sich an Fans richten, "die noch tiefer in die Welt ihrer Lieblingsserien und Franchises eintauchen möchten", wie es heißt. Dazu gehören etwa Podcasts zu den "Game of Thrones"-Serien "A Knight of the Seven Kingdoms" und "House of the Dragon". Ergänzt wird das Angebot durch begleitende Podcasts zu "The Last of Us", "The Pitt", "The Comeback" und "Blood and Sinners: In Proximity" sowie durch den vollständigen Rewatch-Podcast "Die Geschichte von 'Lass es, Larry!". Den Auftakt des europäischen Rollouts bildet jedoch schon am 19. Mai die Premiere von "Harry Potter: Der offizielle Film-Podcast", moderiert von der Filmkritikerin und Moderatorin Rhianna Dhillon. Der Podcast startet mit einer Doppelfolge und wird anschließend wöchentlich fortgesetzt, wobei jeweils zwei Episoden einem Film gewidmet sind. Die Videoversion ist exklusiv auf HBO Max verfügbar. Geplant ist, die Podcasts zunächst "im englischen Original mit deutschen Untertiteln verfügbar" zu machen, wie eine Sprecherin auf DWDL.de-Nachfrage mitteilte - was freilich nur für die Video-Versionen gelten kann, nicht aber für die Audio-Podcasts.
© Deutschlandfunk
Das Programm des Deutschlandfunks steht vor einem weitreichenden Umbau, über den Stefan Niggemeier drüben bei "Übermedien" berichtet. Demnach sollen die "Informationen am Morgen" künftig eine Stunde später beginnen und enden, also von 6 bis 10 Uhr laufen. Die Rede ist darüber hinaus von eine neuen Konzept der Anrufsendungen ab 10:00 Uhr. Darüber hinaus sollen die halbstündigen Themensendungen am Nachmittag durch "Wissen nach 2" und "Kultur nach 3" ersetzt werden, gefolgt von einem 90-minütigen Programm mit dem Arbeitstitel "Drive Time" ab 17 Uhr. Und auch die "Hintergrund"-Sendung am Abend soll es in dieser Form nicht mehr geben - stattdessen ist die Rede von drei 20-minütigen Sendungen am Nachmittag und frühen Abend. Auch wenn die Senderführung den Umbau nicht als Sparprogramm verstanden wissen will, regt sich dem "Übermedien"-Bericht zufolge Widerstand innerhalb der Belegschaft. Mehr dazu lesen Sie hier.
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Der Mental-Health-Podcast "Wie geht's?" von Fußballprofi Robin Gosens wechselt in die ARD, wo sich die Redaktionen von ARD Gesund und N-Joy mit dem Format befassen werden. "Die Gespräche zwischen Robin und seinen Gästen sind häufig sehr intim und deep - oft entfalten sie eine immense Kraft und enttabuisieren das Sprechen über mentale Gesundheit, das hat uns überzeugt", so ARD-Gesund-Leiter Kristopher Sell. In der ersten Folge spricht Gosens mit Musiker Max Giesinger über dessen Therapieerfahrungen, Umgang mit Zweifeln am Ende und Strategien zur Stressbewältigung. "Wir sprechen im Podcast bewusst über mentale Gesundheit, weil sie uns alle betrifft", sagt Robin Gosens. "Jeder von uns kennt schwierige Phasen – aber viel zu oft verstecken wir sie. Genau das wollen wir verändern. 'Wie geht’s?' soll dazu ermutigen, offener zu sein und diese Fassade abzulegen. Die Partnerschaft mit der ARD hilft uns, noch mehr Menschen zu erreichen."
© T-Online
Florian Harms, Chefredakteur und Geschäftsführer von "T-Online", geht mit einem neuen Podcast an den Start. Die erste Ausgabe von "Vorangedacht - Florian Harms trifft Mutmacher" ist an diesem Donnerstag gestartet - mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier als Gast. In den 45-minütigen Episoden soll Harms künftig mit "Vordenkern aus Wirtschaft und Politik, Kultur, Wissenschaft und Sport" sprechen, wie es heißt. Dabei gehe es auch um eine "konstruktive Haltung: Sie machen, statt zu meckern". Im Zentrum soll die Frage stehen, wie Deutschland die globalen Erschütterungen übersteht und gestärkt aus der Krise kommt. "Gespräche über Probleme gibt es zur genüge, Diskussionen über Lösungen kommen leider oft zu kurz. Wir wollen dazu beitragen, das zu ändern", sagt Florian Harms. "Die Republik vereint unzählige Menschen mit konstruktiven Ideen. Die Leute, die nicht warten, bis sich etwas ändert, sondern selbst anpacken und damit ein Vorbild geben. Was sie antreibt und was sich daraus lernen lässt: Darum geht es in 'Vorangedacht'."
© Rock Antenne
Die Antenne Bayern Group hat rückwirkend zum 1. Januar sämtliche Anteile an Rock Antenne und Rock Antenne Hamburg übernommen. Bisher war NWZ Funk und Fernsehen aus Oldenburg an dem Sender beteiligt - die entschied sich jedoch "im Zuge einer strategischen Neuausrichtung und Fokussierung ihres Radioportfolios" auf einen Verkauf ihrer Anteile. "Wir freuen uns mit unserem Mitgesellschafter, der Antenne Bayern Group, eine nachhaltige und nach unserer Einschätzung bestmögliche Lösung für unsere Anteile an der Rock Antenne gefunden zu haben", so Thorben Meiners, Geschäftsführer von NWZFF. Und Guy Fränkel, Geschäftsführer der Antenne Bayern Group, erklärte: "Rock Antenne ist eine starke Marke mit einem klaren Profil und einer sehr engagierten Community. Dass wir künftig alle Anteile im eigenen Haus bündeln, vereinfacht Entscheidungen und gibt uns die Möglichkeit, Themen schneller voranzutreiben."
© ARD Media
ARD Media erweitert sein Vermarktungsportfolio um programmatisch buchbare konvergente Audio-Kampagnen. Ziel sei es, "die Stärke des linearen Radios mit den Möglichkeiten digitaler Ausspielung intelligent zu verbinden - und Audio stärker in die moderne, datengetriebene Mediaplanung zu integrieren", wie es heißt. Im Zentrum des neuen Angebots stehe dabei nicht die Ablösung des klassischen Radiogeschäfts, sondern dessen Erweiterung um programmatische Zugänge und digitale Steuerungslogiken. Konkret erhalten Werbekunden und Agenturen künftig die Möglichkeit, lineare Audio-Reichweiten und digitale Audioinventare gemeinsam innerhalb programmatischer Setups zu planen und zu aktivieren. Die Rede ist von einem "Brückenschlag zwischen der hohen Reichweite und Wirkung klassischer Audioangebote und den Anforderungen moderner digitaler Kampagnensteuerung". "Wir machen unsere starken Inhalte und Reichweiten anschlussfähig an die Logiken digitaler Mediaplanung - ohne dabei die besonderen Stärken des Mediums aus dem Blick zu verlieren", sagt Ralf Hape, CEO von ARD Media. "Es geht um mehr Flexibilität, neue Zugänge und die intelligente Verbindung aus Reichweite, Wirkung und digitaler Steuerung." In einem ersten Schritt werden digitale Audiostreams der privaten Radiosender Studio Gong und Energy mit linearen Audio-Reichweiten zusammengeführt und programmatisch verfügbar gemacht. Der vollständige Rollout des Angebots ist für den Herbst vorgesehen. Noch für 2026 ist außerdem die Erweiterung der programmatischen Infrastruktur um erste Bewegtbildangebote geplant.
Robin Gosens geht zur ARD, HBO Max startet Podcasts
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