80er 90er Oldie Antenne © Antenne Bayern
Der Radiosender Hamburg Zwei steht vor massiven Veränderungen. Wie jetzt bekannt wurde, wird sich der Programmname "spätestens Ende August" in 80er 90er Oldie Antenne Hamburg ändern. Hintergrund ist, dass der Sender künftig eigenständiger, regionaler Programmpartner des Audio-Netzwerks 80er 90er Oldie Antenne wird. "Die Zukunft gehört überregionalen Radio-Netzwerken", zeigte sich Andreas Rohde, Geschäftsführer von Radio 95.0, der das bisherige Programm veranstaltete. "Wir haben uns daher entschlossen, mit dem höchst erfolgreichen Network-Partner der Antenne Bayern Group zu kooperieren. Auf diese Weise stellen wir uns wirtschaftlich zukunftssicher auf. Gleichzeitig kommen wir gegenüber der Lizenzgebenden Behörde unserer regionalen Programmverantwortung unverändert vollumfänglich nach." Demnach soll es auch weiterhin Hamburg-Nachrichten und regionale Wortbeiträge geben. Radio 95.0 ist eine 51-Prozent-Mehrheits-Beteiligung des Hamburger Medienunternehmers Frank Otto. Radio Hamburg, Regiocast und radio ffn halten 16,4 beziehungsweise jeweils 16,3 Prozent an der Gesellschaft. An diesen Eigentumsverhältnissen ändert sich durch die neue Kooperation nichts.

WDR2 © WDR
Bei WDR 2 kommt es ab der kommenden Woche zu Kürzungen bei den Hörfunknachrichten. Während die Nachrichten zur vollen Stunde von vier auf drei Minuten gekürzt werden sollen, sollen sie zur halben Stunde nur noch um 6:30 Uhr und 7:30 Uhr zu hören sein. "Danach gehört der Halbblock den Infos aus dem Land", bestätigte eine WDR-Sprecherin auf DWDL.de-Nachfrage. Eine weitere Veränderung: Die Regionalmeldungen aus den WDR-Landesstudios laufen künftig neben WDR 2 auch auf WDR 4. "Dadurch bekommen auch WDR 4-Hörerinnen und -Hörer stündlich regionalisierte Inhalte", teilte der WDR mit und spricht von einer Stärkung der Berichterstattung aus Nordrhein-Westfalen. "Damit werden wir die Rechercheergebnisse aus unseren Studios im Land noch sicht- bzw. hörbarer machen als bisher." Der erst vor wenigen Jahren ins Radio überführte Name "Lokalzeit" hat im Zuge dessen ausgedient. Stattdessen ist on air fortan die Rede von "WDR 2 Regional" und "WDR 4 Regional", wie die WDR-Sprecherin gegenüber DWDL.de bestätigte. Neu ist, dass es bei WDR 2 künftig auch samstags von 9:30 Uhr bis 13:30 Uhr Informationen aus NRW geben soll. Klar ist aber auch, dass die Veränderungen auf Kosten der Weltnachrichten gehen werden. Man wolle künftig "Nachrichtenformate anbieten, die noch besser zum Profil der einzelnen Wellen passen", erklärte der Sender, "bei WDR 3 und WDR 5 hintergründiger, bei WDR 2 und WDR 4 fokussierter". Bei "aktuellen Lagen" sollen aber auch künftig zusätzliche Nachrichtenausgaben möglich sein. 

WDR 2 © WDR
Veränderungen stehen auch bei WDR 5 bevor: Dort wird man ab dem 1. September auf eine verstärkte Kooperation innerhalb der ARD setzen. Einer entsprechenden Änderung des Programmschemas hat der WDR-Rundfunkrat gerade zugestimmt. Konkret wird es um 20:00 Uhr jeweils die "Tagesschau" zu hören geben. Montags bis donnerstags läuft im Anschluss ab 20:15 Uhr das Live-Diskussionsformat "Mitreden! Deutschland diskutiert", an den anderen Wochentagen kommt der "ARD Infoabend" mit aktuellen Berichten, Interviews und Schwerpunkten. Freitags sendet WDR 5 ab 20.15 Uhr die Literaturformate "Westart Lesen" und "Lies mir was vor". "Durch eine verstärkte Kooperation mit den ARD-Inforadios sowie einen zusätzlichen gesellschaftlichen Dialog in den Abendstunden wollen wir WDR 5 zukunftsfähig aufstellen und noch stärker profilieren: WDR 5 ist aktuell, dialogorientiert und meinungsstark", sagte WDR-Programmdirektorin Andrea Schafarczyk. "Die Schemaanpassung ist daher ein konsequenter und folgerichtiger Schritt." Am Vorabend soll zudem das Kinderprogramm entfallen. Der WDR verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass das MausRadio im Zuge des Reformstaatsvertrags weiterentwickelt werden soll. Stattdessen sind für 19:05 Uhr unter anderem Mitschnitte von Kabarettveranstaltungen und das "Lokalzeit Stadtgespräch" geplant, die somit fortan etwas früher laufen werden.

Oma, lass reden © SWR/DASDING/Niko Neithardt
Unter dem Titel "Oma, lass reden - eine deutsche Geschichte" ist ein neuer Podcast bei ARD Sounds gestartet. Es handelt sich dabei um die zweite Staffel nach dem erfolgreichen Podcast "Opa, lass reden - eine deutsche Geschichte" aus dem Jahr 2024. Über acht Folgen hinweg begleitet der Podcast die 31-jährige Luise und ihre Oma Guny auf eine Reise in die Vergangenheit. Erzählt wird die "Geschichte eines Lebens zwischen Ost und West, das eine Familie über Generationen geprägt hat", wie es heißt. So geht es unter anderem um die Zeit, die Oma Guny im Gefängnis verbringen musste, als sie einst versuchte aus der DDR zu fliehen. Produziert wird der Podcast von DasDing in Kooperation mit Fritz vom RBB.