Joachim Llambi © RTL / Jörn Strojny
RTL Radio baut das Konzept, aus dem TV bekannte Persönlichkeiten ins Radioprogramm zu bringe, weiter aus: Nun bekommt "Let's Dance"-Juror Joachim Llambi seine eigene Radioshow. Mit "Herr Llambi lädt ein" talkt er künftig immer sonntags zwischen 11 und 14 Uhr, los geht's bereits am kommenden Wochenende mit Franziska van Almsick als Premieren-Gast. Dabei soll es nicht um PR fürs nächste Projekt gehen, stattdessen wolle Llambi mit seinen Gästen über tiefgründigere Themen sprechen: Was treibt sie an? Was hat sie geprägt? Und wer sind sie, wenn der Erfolg mal nachlässt? RTL Radio beschreibt den Stil der Sendung als "wertschätzend und leicht, neugierig und durchaus fordernd - aber niemals entlarvend oder negativ". Joachim Llambi sagt: "Ich freue mich sehr auf meine Show bei RTL Radio, mit tollen Gästen, wirklichen Persönlichkeiten, wunderbaren Gesprächen und Feel Good Music. Vielleicht kriege ich das ein oder andere raus, was bisher noch nicht gesagt wurde." Marc Haberland, Geschäftsführer RTL Audio Center Berlin, freut sich auf Llambi: "Er ist neugierig auf Menschen, hat Haltung und gleichzeitig einen feinen Blick für die Zwischentöne. Ich freue mich über diese Verstärkung, die einen weiteren Baustein in der Verknüpfung der RTL TV-Welt und RTL Radio darstellt."

ARD Media © ARD Media
ARD Media macht seine Radio-Kombis flexibel. Bisher konnte man bei der Radio-Belegung zwischen standardisierten Kombis mit fester Senderzusammensetung oder Einzelbelgungen wählen. Die neue Flex-Kombi verbindet nun beides: Werbungtreibende und Agenturen wählen die Sender aus und erhalten diese zu einem einheitlichen Preisvorteil. 36 Sender in 31 Verkaufspaketen stehen dafür zur Auswahl. Eine Flex-Kombi umfasst mindestens sechs Verkaufspakete aus mindestens drei verschiedenen Medienunternehmen. Belegt wird auf allen beteiligten Sendern einheitlich, also gleiche Tage, gleiche Stunden, gleiche Frequenz und gleiche Spotlänge, wobei ein Motivsplit möglich ist. "Werbungtreibende erwarten heute zu Recht, dass Planung so funktioniert wie der Rest ihrer Mediawelt: einfach in der Handhabung und trotzdem exakt auf das eigene Ziel zugeschnitten. Genau da setzt die Flex-Kombi an", sagt ARD Media-CEO Ralf Hape, der die Vorzüge so umschreibt "Bildlich gesprochen: Wir bereiten die Reise vor, zusammenstellen darf sie sich jeder selbst. Für uns ist das mehr als ein neues Produkt. Es ist ein Rollenwechsel - vom Anbieter fertiger Pakete zum Planungspartner, der Lösungen konfiguriert."

Michael Thuge © Dominik Scholz
Michael Thuge (Foto) übernimmt bei Radio NRW die neu geschaffene Position des Head of Program und wird dabei eng mit Lennart Thies zusammenarbeiten, der 2027 die ebenfalls neu geschaffene Position des Chief Product Officer beim NRW Lokalfunk übernimmt. Einen klassischen Programmdirektor gibt es künftig nicht mehr, Udo Kreuter wird stattdessen als Projektmanager die Weiterentwicklung der Radio NRW Academy unterstützen und soll zudem "zentrale Zukunftsthemen begleiten" wie es heißt. Thuge leitet die landesweite Content-Unit für die NRW-Lokalradios in Oberhausen, zu seinem Verantwortungsbereich gehören die Teams Content, Produktion, Musik, Entertainment und Content Digital/Social Media. Bei Thies liegt künftig die Verantwortung für die strategische Weiterentwicklung von Inhalten, Produkten und Sturkturen. Die Installation einer lokalfunkübergreifenden C-Level-Ebene soll bei Radio NRW Entscheidungswege verkürzen und Zuständigkeiten schärfen, um so die Wettbewerbsfähigkeit in einem veränderten Audiomarkt zu stärken.

Chillout Antenne Bayern © Antenne Bayern
Drei Monate nach dem Sendestart darf bei der "Chillout Antenne" nicht länger nur gechillt werden: Ab sofort wird der musikalische Mix aus Dance, House und Sunset-Vibes um Nachrichten aus Bayern, neue Rubriken, Kurzformate und aktuelle Inhalte ergänzt. "Künftig muss der Flow auch mal Pause machen", sagt Ralf Zinnow, der das Programm des DAB+-Senders verantwortet. Hintergund: Die BLM hatte den Soft-Start ohne Wort-Inhalte schon drei Monate vor dem offiziellen Senderstart genehmigt, ab Oktober müssen aber die behördlichen Auflagen erfüllt werden. Neben den News gibt's beispielsweise Kurzformate wie "3-2-1 Reset" mit Atemübungen und kurzen Meditationen. Klassische Werbespots sollen den viel beschworenen "Flow" übrigens nicht stören, stattdessen setzt man auf wenige, langfristig angelegte Markenpartnerschaften und sucht aktuell einen exklusiven Partner. Die Marke soll dann für einen gewissen Zeitraum Teil von Chillout Antenne werden.

ANTENNE THÜRINGEN GmbH & Co. KG © ANTENNE THÜRINGEN GmbH & Co. KG
Apropos Programmauflagen: Im Falle von Antenne Thüringen und Landeswelle Thüringen wurden die quantitativen Auflagen für einen bestimmten Informationsanteil sowie die Regionalisierung in den beiden Sendern von der Thüringer Landesmedienanstalt für zunächst zwölf Monate ausgesetzt, die Pause kann noch einmal um weitere zwölf Monate verlängert werden. Die Versammlung der TLM begründete den Beschluss mit der nachweislich im Jahr 2026 erheblich verschlechterten wirtschaftlichen Lage für Medienschaffende und der Zusage der Veranstalterinnen, auch weiterhin die gesetzlichen Anforderungen an ein Hörfunkvollprogramm zu erfüllen. Die Versammlung sieht in dieser Entscheidung eine Maßnahme zur Entlastung des Thüringer Hörfunkmarkts angesichts schwieriger werdender Rahmenbedingungen.

Podcast-Report © Seven.One Audio
Seven.One Audio hat seinen neuen Podcast-Report vorgelegt, der eine weiter steigende Nutzung des Mediums zeigt. Die tägliche Nutzungsdauer in der Altersgruppe 18-69 stieg im Vergleich zum Vorjahr demnach um 44 Prozent von 9 auf 13 Minuten. Aktive Podcast-Hörerinnen und -Hörer verbringen im Schnitt sogar 75 Minuten pro Tag mit dem Medium, in der Gen Z sind es noch drei Minuten mehr. Der Anteil derer, die täglich Podcasts hören, stieg von 12 auf 14 Prozent. Spannend auch: Auch wenn Podcasts zunehmend auch als Video angeboten werden, kosumieren sie weiterhin etwa 90 Prozent in der Audio-Version. Der Podcast-Werbemarkt zeigt unterdessen starkes Wachstum, hinkt aber anderen Ländern hinterher. Dabei gelten Podcast-Hosts bei von ihnen gesprochenen Anzeigen in der GenZ als deutlich glaubwürdiger als Creator-Empfehlungen auf YouTube, TikTok und Instagram. Generell hat sich der Podcast-Report ausführlich mit der Gen Z beschäftigt, wo das Medium besonders stark verankert ist. Den kompletten Report gibt's hier zum Download.

Podigee © Podigee
Podigee hat zum International Podcast Day seine Plattform grundlegend überarbeitet und bezeichnet es als "offenes Betriebssystem für Podcasts". Neu ist unter anderem eine integrierte Aufnahmefunktion für Audio und Video, bei der Gäste ohne zusätzliche Software teilnehmen können. Aus den Aufnahmen lassen sich anschließend automatisiert Transkripte, Shownotes, Kapitelmarken oder Kurzvideos erstellen. Auch die Verbreitung von Audio- und Videoepisoden über Plattformen wie Spotify, Apple Podcasts und YouTube wird gebündelt. Die Analytics wurden um Daten von Spotify und YouTube erweitert, die jeweils getrennt von den eigenen Messwerten ausgewiesen werden. Zudem baut Podigee seinen MCP Server aus: Über ihn sollen künftig weitere Podcast-Arbeitsschritte mit KI-Assistenten wie Claude oder Codex automatisiert werden können. Der Zugang zum erweiterten MCP-Angebot wird zunächst schrittweise über eine Warteliste freigeschaltet.

House of Block © Zeit
"Zeit Verbrechen" rekonstriert den aufsehenerregenden Justizfall rund um die Steakhouse-Familie Block in der achtteiligen Podcast-Serie "House of Block". Anne Kunze, Chefredakteurin von "Zeit Verbrechen" ordnet die Hintergründe des Falls ein, der seit Juli 2025 vor dem Hamburger Landgericht verhandelt wird, und lässt die Betroffenen selbst zu Wort kommen.  Neben zahlreichen Beteiligten sprechen auch zwei der vier Block-Kinder mit ihr: das Entführungsopfer Klara (15 Jahre) und deren Schwester Johanna (20 Jahre). " Unser Anspruch ist: Wer den Podcast gehört hat, versteht den Fall. Er ist geleitet von der Frage: Wie konnte ein jahrelanger Sorgerechtsstreit, wie er in vielen Familien vorkommt, in dieser Familie so eskalieren?". Die erste Folge ist frei verfügbar, die weiteren allerdings zunächst nur mit einem Podcast- oder Digitalabo der "Zeit" zu hören.