Austria-Update vom 25. Februar
ORF hat ESC-Act gefunden, Militär bei ProSiebenSat.1Puls4
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Der 19-jährige Cosmó vertritt Österreich beim ESC in Wien, der Vorentscheid holte sehr gute Quoten. Außerdem: Das Bundesheer kommt zu ProSiebenSat.1Puls4, "Braunschlag" meldet sich im März zurück und "Bauer sucht Frau" beendet Rekordstaffel.
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Während der deutsche Vorentscheid noch aussteht, hat Österreich vor wenigen Tagen entschieden, welchen Act man zum diesjährigen ESC schickt. Der 19-jährige Cosmó setzte sich in der ORF-Show "Vienna Calling – Wer singt für Österreich?" durch. Während er von der internationalen Fachjury auf Platz zwei gewählt wurde, erhielt er von den Zuschauerinnen und Zuschauern die meisten Stimmen. Mit seinem Song "Tanzschein" vertritt er Österreich im Mai beim ESC in Wien. "Ich habe den Song eigentlich für meine Mama geschrieben, weil sie gerne mehr tanzen möchte. Wir haben auch schon das ein oder andere Mal gemeinsam in der Küche dazu getanzt, bevor ich den Song für ‚Vienna Calling‘ eingereicht habe. Von daher möchte ich für meine Mama antreten und beim ESC gewinnen. Tanzen ist eine internationale Sprache, da kann jede und jeder in jeder Form mitmachen", sagte Cosmó nach seinem Sieg.
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Der ORF hat die Ausstrahlungstermine für das von vielen Fans erwartete Comeback der einstigen Kultserie "Braunschlag" bekannt gegeben. Das zweiteilige Special mit dem Titel "Braunschlag 1986" ist am 20. und 21. März jeweils zur besten Sendezeit ab 20:15 Uhr in ORF 1 zu sehen. Jeweils 24 Stunden vorher gibt’s die zwei Teile auf ORF On zum Abruf. Die beiden Specials in Spielfilmlänge stammen, wie damals schon die Serie, von Regisseur und Autor David Schalko. Es gibt ein Wiedersehen mit vielen Stars wie Robert Palfrader, Maria Hofstätter, Nicholas Ofczarek und Nina Proll. Im ersten Teil setzt Bürgermeister Gerri Tschach (Robert Palfrader) eine Verordnung um, laut der in Braunschlag ab sofort das Jahr 1986 herrscht. Im zweiten Teil will ein Investor den ganzen Ort in einen Themenpark verwandeln.
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Vor dem Hauptsitz von ProSiebenSat.1Puls4 sind Anfang der Woche gepanzerte Fahrzeuge des Bundesheeres aufgefahren. Grund dafür sind aber nicht die kürzlich bekannt gewordenen Einsparungen im Unternehmen, sondern eine Medienkooperation. Das Bundesheer wird künftig seine produzierten Inhalte exklusiv auf Joyn veröffentlichen. Die Rede ist von einer "unentgeltlichen Kooperation". ProSiebenSat.1Puls4 feiert das als "Abschied von den internationalen Digitalgiganten". Alle Video-Inhalte des Bundesheeres stehen demnach kostenfrei zur Verfügung, bislang war das Bundesheer vor allem auf YouTube aktiv. Zum Start werden bereits rund 300 Video-Inhalte auf Joyn zu finden sein, inklusive des gesamten Contents der letzten Jahre. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner sagt: "Es wird in den nächsten Jahren entscheidend sein, die Bevölkerung gut über die Aktivitäten und Analysen des Bundesheeres zu informieren. Die geistige Landesverteidigung ist eine wichtige Säule, und sie funktioniert nur mit Information. Joyn ist eine österreichische Plattform, die alle österreichischen TV-Kanäle und ihre Mediatheken vereint und sehr viele Österreicherinnen und Österreicher und besonders auch die Jungen erreicht." Meta und TikTok seien ein Sicherheitsrisiko sagte Tanner laut der Tageszeitung "Standard".
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Bereits zum Start im Januar ist HBO Max in Deutschland im Bundle zusammen mit RTL+ buchbar gewesen, in Österreich gibt es diese Kooperation nun ebenfalls seit wenigen Tagen. Seit dem vergangenen Montag können sich interessierte Nutzerinnen und Nutzer für das Bundle der beiden Streamingdienste entscheiden. Wählen können Interessierte zwischen zwei Varianten des neuen Vorteilabos, die jederzeit monatlich kündbar sind. Das Bundle, bestehend aus RTL+ Premium und HBO Max Basis mit Werbung, ist zum Preis von 11,99 Euro pro Monat erhältlich (statt 15,98 Euro bei Einzelbuchung). Alternativ kann das Paket mit RTL+ Premium Werbefrei und HBO Max Standard für 17,99 Euro pro Monat abonniert werden (statt 24,98 Euro). Zusätzlich dazu fährt man noch bis zum 23. März eine Rabatt-Aktion, in der beide Bundles jeweils um 2 Euro verbilligt angeboten werden. Dieses Angebot gilt jeweils für die ersten sechs Monate, danach gelten die regulären Monatspreise.
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ORF 2 hat für den 3. März eine Sondersendung zur besten Sendezeit angekündigt. Um 20:15 Uhr sollen Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP), Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ) und Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (Neos) ein Jahr nach dem Antritt der amtierenden Regierung im Interview bei Susanne Schnabl und Klaus Webhofer Rede und Antwort stehen. Titel der Sendung: "Ein Jahr Regierung - Das Interview". Die rechtspopulistische FPÖ tut derweil das, was sie immer tut: Den ORF attackieren. Ohne den Inhalt der Sendung zu kennen, ortet Mediensprecher und Generalsekretär Christian Hafenecker einen "ORF-Kniefall vor der Verlierer-Regierung" und "Propaganda zur besten Sendezeit statt Information". Hafenecker greift auch ORF-Chef Roland Weißmann an, dem er attestiert, sich mit der Sendung ("unterwürfige Geste") für eine Wiederwahl empfehlen zu wollen. Weißmann zeigte zuletzt klare Kante gegen die FPÖ und drohte mit rechtlichen Schritten, sollten die "kreditschädigenden Behauptungen" der Partei nicht aufhören. Nun kann Weißmann unter Beweis stellen, wie ernst es ihm war. Die FPÖ spricht, ohne eine Sekunde davon gesehen zu haben, von einer "Jubel-Sendung" und bezeichnet den ORF als "Regierungsfunk", der seine Kontrollpflicht vergesse.
Österreich in Zahlen
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Der oben bereits erwähnte ESC-Vorentscheid hat ORF 1 am vergangenen Freitag sehr gute Quoten beschert. 457.000 Menschen sahen sich die Show an, das entsprach einem Marktanteil in Höhe von 20 Prozent. Das Voting kam im Anschluss auf 470.000 Zuschauerinnen und Zuschauer, das ließ den Marktanteil auf 30 Prozent steigen. Während des Votings lag auch der Marktanteil bei den 12- bis 29-Jährigen bei starken 45 Prozent. In der klassischen Zielgruppe (12-49) wurden ebenfalls starke 37 Prozent gemessen.
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Unterdessen hat der ORF ein zufriedenes Olympia-Fazit gezogen. Der weiteste Seherkreis der Übertragungen lag demnach bei 6,138 Millionen - das sind die Menschen, die im Verlauf der zwei Wochen zumindest mal kurz mit dabei waren. Nach Senderangaben waren die Winterspiele damit die meistgesehenen der ORF-Geschichte. 14 Mal erreichte der ORF mit den Übertragungen mehr als 800.000 Zuschauerinnen und Zuschauer, zwei Mal mehr als eine Million. Meistgesehene Übertragung war die Abfahrt der Herren am 7. Februar, danach folgte direkt die Abfahrt der Damen einen Tag später. Generell waren besonders die in Österreich traditionell starken alpinen Sportarten sowie das Skispringen erfolgreich. Den Skeleton-Goldlauf von Janine Flock sahen aber ebenfalls mehr als 800.000 Menschen, mehr Publikum hatte die Sportart im ORF noch nie.
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Bei ATV ist unterdessen in der vergangenen Woche "Bauer sucht Frau" zu Ende gegangen - und beim Sender spricht man von der erfolgreichsten Staffel aller Zeiten. So lag der durchschnittliche Marktanteil in der Zielgruppe 12-49 bei extrem starken 20,5 Prozent, gegenüber der vorangegangenen Staffel war das eine Steigerung von 45 Prozent. Im Schnitt schalteten 310.000 Menschen ein, das Staffelfinale kam (vorläufig gewichtet) auf 236.000 Zuschauerinnen und Zuschauer. Der weiteste Seherkreis der gesamten Staffel lag bei rund 4 Millionen. "Bauer sucht Frau", das nach wie vor von Arabella Kiesbauer moderiert wird, hat in der zurückliegenden Woche auch das neue Kuppelformat "Reif für die Liebe" angeschoben, das auf 134.000 Zuschauende sowie 8,3 Prozent Marktanteil kam. Ab sofort rückt die Sendung auf den Sendeplatz um 20:15 Uhr vor.
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