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In Österreich wird aktuell über eine
Erhöhrung des Rundfunkbeitrags ab 2028 spekuliert, auch wenn der
künftige ORF-Generaldirektor Clemens Pig erst jüngst erklärte: "Niemand will den ORF-Beitrag erhöhen"
(DWDL.de berichtete). Die amtierende
Generaldirektorin Ingrid Thurnher wies
einem "Standard"-Bericht zufolge nun auch Aussagen von
ORF-Stiftungsrat Peter Westenthaler als
"Falschinformation" zurück. Dieser hatte von Überlegungen gesprochen, den Beitrag als letztes Mittel für die fehlenden Budgetmittel des Senders zu erhöhen. Von bis zu 17 Euro pro Monat war die Rede. Dem Bericht zufolge machte Thurner deutlich,
"alle Rechtsmittel" ergreifen zu wollen, um die
geplante Kürzung von 93 Millionen Euro jährlichem Bundeszuschuss an den ORF abzuwenden. Als Bedingung, den Verfassungsgerichtshof anzurufen, werde sie der KommAustria formell anzeigen, dass der ORF damit nicht mehr die nötigen Mittel zur Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Auftrags habe. Der ORF wird aber wohl auch sparen müssen. So nannte der designierte Generaldirektor jüngst im "Standard" auch das
Radiosymphonieorechster im Zusammenhang mit möglichen Einsparungen. Tatsächlich sieht das ORF-Gesetz vor, dass einige der ORF-Aufgaben nicht absolut verpflichtet sind - dazu gehören neben dem Orchester unter anderem auch ORF 3, ORF Sport Plus, ORF.at und die Streamingangebote.
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Österreichs Privatsender haben im Vorfeld des "ORF-Zukunftsforums" am 10. und 11. September, zu dem Medienminister Andreas Babler (SPÖ) lädt, mit Blick auf die von der Regierung geplante ORF-Reform mal wieder für sich selbst getrommelt. "Bei der ORF-Reform ist zunächst der ORF-Auftrag zu konkretisieren", sagte
Corinna Drumm, Geschäftsführerin des Verbands der Österreichischen Privatsender (VÖP),
in einem Inrterview mit dem "Standard". Eine Änderung des ORF-Auftrags dürfe "nicht zu einer
Verdrängung privater Medien in den digitalen Zukunftsmärkten führen". Weiter erklärte Drumm: "Man muss eher schärfen, was genau soll er eigentlich machen, was ist öffentlich-rechtlich notwendig?" Drumm verwies zugleich darauf, dass alle Medien "stark unter Druck durch die globalen Plattformen" seien. "Dies trifft aber die privaten Medien wesentlich härter, weil sie nicht 750 Millionen Euro jährlich garantiert aus dem ORF-Beitrag bekommen. Daher muss auch der private Mediensektor betrachtet werden, wenn es um die Absicherung der Medienvielfalt geht. Sonst bleiben
vor allem ein starker ORF und globale Plattformen übrig." Bei manchen ORF-Angeboten könne man "hinterfragen, ob sie wirklich notwendig sind, um den öffentlich-rechtlichen Auftrag zu erfüllen", sagte sie und führte Teile von Ö3 oder des Fernsehprogramms an. "Nur
öffentlich-rechtliche Angebote rechtfertigen die öffentliche Finanzierung des ORF", so Drumm. "Er muss entsprechend seinem Auftrag Leistungen erbringen, insbesondere solche, die der private Markt gar nicht anbieten kann."
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#FairStreamtBesser - unter diesem Motto steht eine
Initiative von Produzentin Claudia Wohlgenannt, Obfrau der Wiener Fachverbands Film- und Musikwirtschaft, die sich für die
schnelle Einführung einer Streamingabgabe in Österreich stark macht. Bereits
mehr als 100 Filmschaffende haben sich der Kampagne angeschlossen, darunter die Schauspielerinnen Verena Altenberger, Ursula Strauss und Regisseur Harald Sicheritz. "Wer von unserem Filmstandort, unseren Talenten und unserem Know-how profitiert, soll auch einen fairen Beitrag leisten. Die Branche ist bereit - im Herbst ist die
Politik am Zug", sagte Wohlgenannt am Montag in einer Aussendung. Durch die in Aussicht gestellte Abgabe sollen internationale Streamingdienste dazu verpflichtet werden, in österreichische Produktionen zu investieren, wenn sie auf dem dortigen Markt Umsätze erzielen. Die Privatsender und der WKÖ-Fachverband Telekom/Rundfunk sehen die Pläne hingegen kritisch.
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Der
ORF-Auslandsjournalist Paul Huemer soll ab Mitte September das
neue ORF-Büro in Beirat aufbauen und leiten. Der 31-Jährige berichtet seit fünf Jahren für Hörfunk und Fernsehen aus Krisen- und Konfliktregionen weltweit, unter anderem aus der Ukraine, dem Ostkongo und der Golfregion. Zuletzt war Huemer als Reisekorrespondent für die Afrika-Berichterstattung des ORF zuständig. "Paul Huemer hat zuletzt schon in zahlreichen Einsätzen in der Region sein journalistisches Können unter Beweis gestellt", sagte
ORF-Generaldirektorin Ingrid Thurnher. "Ich freue mich, dass wir mit ihm einen
absoluten Nahost-Kenner und Top-Profi entsenden können." Huemer selbst bezeichnete die Aufgabe als "große Freude und Ehre" und erklärte: "Gerade in einer Zeit, in der sich im Nahen Osten so viel verändert, ist es eine besondere journalistische Aufgabe,
nah am Geschehen und an den Menschen zu sein. Denn hinter den großen politischen Entwicklungen und Krisen stehen immer Menschen mit ihren eigenen Geschichten. Genau diese Geschichten – in Krisenzeiten, aber auch im ganz normalen Alltag – machen die Region greifbar und sollen in den kommenden Jahren im Mittelpunkt meiner Berichterstattung stehen." Bereits Ende 2025 hatte der ORF angekündigt, neben dem Büro in Tel Aviv ein weiteres Korrespondenten-Büro im Nahen Osten zu eröffnen. Nun hat man sich für Beirut, weil sich nach Auffassung des Senders im Libanon "die zentralen Konfliktthemen der Region, besonders im Zusammenhang mit Syrien, Israel/Palästina, dem Iran sowie der Hisbollah" verdichten.
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ATV und Joyn haben die
fünfte Staffel von "Forsthaus Rampensau" angekündigt. Dabei wird die Realityshow auf einen
neuen Sendeplatz wechseln: Künftig läuft das Format jeweils
freitags um 20:15 Uhr - los geht's am 2. Oktober. Dabei kommt es auch zu einer Premiere, denn nach ihrer
Teilnahme in der deutschen Version sind die
Reality-TV-Sterchen Bevery und Elsa nun auch in ihrem
Heimatland Österreich mit dabei. "Ich will dem Format diesmal meinen Stempel aufdrücken, denn an mein erstes Mal Forsthaus hab' ich ja keine guten Erinnerungen", erklärte Beverly vor dem Einzug. Und Elsa sagte: "Ich hab' mich weiterentwickelt, bin bereit für eine neue Runde Forsthaus. Aber es gilt weiterhin: Leg dich nicht mit Elsa an." Aus Quotensicht hofft man bei ATV indes den Erfolg des Vorjahres wiederholen zu können: Damals war die Show mit durchschnittlich
16,8 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe der 12- bis 49-Jährigen so beliebt wie nie. Bei Joyn reihte sich die Staffel hinter "Bauer sucht Frau" und "Germany's next Topmodel" ein.