Volker Herres © ARD
DWDL.de-Interview

Volker Herres: "Unser System ist kein Monstrum"

von Thomas Lückerath
02.03.2010 - 00:04 Uhr

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Volker HerresWährend das alles Quiz-Sendungen sind, muss Guido Cantz die einzige klassische Samstagabendshow wiederbeleben. Wird das klappen?
 
„Verstehen Sie Spaß?“ ist tatsächlich ein Klassiker der Familienunterhaltung. Ich bin sehr zuversichtlich, dass der mit Guido Cantz weiter funktionieren wird. Wir haben eine ganze Reihe an Samstagabendshows. „Frag doch mal die Maus“ ist ja mehr als Quiz. Und dann gibt es die volkstümliche Musik. Das ist noch mal eine eigene Farbe, die wichtig und beliebt ist und die im Ersten wohl portioniert stattfindet. Ich bin froh, dass mit Florian Silbereisen und Andy Borg zwei herausragende Protagonisten dieses Genres bei uns sind. Mit dem „Echo“ und dem „Eurovision Song Contest“ bieten wir auch etwas für einen anderen Musikgeschmack.
 
Wo Sie es gerade ansprechen: Wie läuft die Kooperation mit ProSieben bei „Unser Star für Oslo“?

Sehr gut, die Zusammenarbeit ist professionell und angenehm. Da gibt es überhaupt keinen Grund zu klagen. Gerade mit Stefan Raab macht die Kooperation richtig Spaß. Er ist einfach ein Profi. Ich finde, dass sich dieser Musikwettbewerb sehen lassen kann und es ist doch richtig wohltuend, dass es bei „Unser Star für Oslo“ wirklich um Musik geht. Das hebt die Sendung von anderen Castingshows deutlich ab. Stefan Raab und die wechselnden Juroren haben sehr profunde Kenntnisse aufgrund derer sie die Kandidatinnen und Kandidaten beurteilen. Da geht es nicht nur um Haarfarbe und Körpermaße. Da wird niemand vorgeführt, das ist nicht darauf ausgerichtet, Schabernack mit Menschen zu treiben.
 


Aber was sagt es über das Fernsehpublikum aus, wenn sich damit dann deutlich weniger Zuschauer gewinnen lassen als mit „Deutschland sucht den Superstar“?

Nun, diese Show hat halt einen anderen Charakter. „Deutschland sucht den Superstar“ ist kein Musikwettbewerb, jedenfalls steht das nicht mehr im Mittelpunkt. Da müssen sich die Verantwortlichen fragen, wie weit sie für die Einschaltquote zu gehen bereit sind.

Ist die Neuaufstellung in der Unterhaltung die Hauptaufgabe des Ersten in 2010?

Es gibt immer Herausforderungen. Eine haben wir gerade hinter uns. Die Olympischen Winterspiele in Vancouver, die ein großer Zuschauererfolg waren. Die Kolleginnen und Kollegen vor Ort haben exzellente Arbeit geleistet und die Zuschauer haben es sehr gut angenommen. Das war für uns ja auch gleichzeitig der Start in den Regelbetrieb von HD-Fernsehen, der gut verlaufen ist. Im Sommer haben wir die Fußball-Weltmeisterschaft vor uns, auch eine große Herausforderung und mit dem Austragungsort Südafrika sehr attraktiv. Deswegen werden wir das Gastgeberland auch mit insgesamt zehn Reportagen ausführlich beleuchten. Dazu kommen große fiktionale Stoffe, über die Deutschland reden wird. Aber natürlich, wenn wir uns mit uns selbst beschäftigen, dann besonders mit der Neuaufstellung in der Unterhaltung und unserem Vorabend.

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