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Teil 3 der DWDL.de-Reihe

Total sozial? Kindersender in der Verantwortung

von Julie Peignois
08.10.2011 - 11:19 Uhr

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Social Networks

 

Beim Thema soziale Verantwortung stehen Kindersender besonders in der Pflicht. Wie man benachteiligte Kinder unterstützt und der jungen Zielgruppe beibringt, sich für die Gesellschaft zu engagieren, handhaben Super RTL, Nickelodeon und der Kika auf unterschiedliche Art

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Gesellschaftliche Verantwortung, die viel gehörte "Corporate Social Responsibility", steht bei vielen Unternehmen und Sendern auf der Tagesordnung, besonders im Fokus stehen dabei aber auch die Kindersender. Immerhin wenden sie sich an die ganz Kleinen im Alter zwischen drei und dreizehn Jahren. Die bedürfen teils nicht nur besonderer HIlfe, wie die Präsenz zahlreicher Kinderhilfsorganisationen zeigt, sie müssen auch erst noch lernen, wie man sich für die Gesellschaft engagieren kann. Kindersender sind geradezu prädestiniert dazu, ihnen das zu zeigen, indem sie Projekte ins Leben rufen, in deren Rahmen Kinder in soziale Themen eingeführt werden und selbst einen Beitrag leisten können.

Super RTL ist in diesem Bereich breit aufgestellt. Im Bereich Kultur engagiert sich der Sender personell und finanziell bei Kinder-Medien-Festivals wie „Goldener Spatz“ und „EMIL“. Die Wichtigkeit einer gesunden Ernährung und ausreichender Bewegung finden im Rahmen einer Initiative zur Prävention von Adipositas im Vorschulprogramm "Toggolino" mit den Puppentrickhelden Peb & Pebber statt. Super RTL ist Mitglied der Plattform Ernährung und Bewegung e.V. und möchte Kindern auf spielerische Art einen gesunden Lebensstil näher bringen. Zwei Koala-Brüder klären in einer Vorschulserie über die Sonne, ihre Gefahren und wie man sich entsprechend schützen kann auf.

Im Rahmen eines Wettbewerbs des beliebten Baumeisters Bob konntn sich die Kleinen mit dem Thema Umweltschutz auseinandersetzen, indem Kindergartengruppen nach ihren Vorstellungen eine umweltfreundliche Stadt bastelten oder malten und dabei auch an Grünflächen und Energieverbrauch denken sollten. Die Gewinner konnten mit ihrem Preis den Kindergarten umweltfreundlicher gestalten und renovieren. "Bei der Auswahl geeigneter Aktionen konzentrieren wir uns auf Themenfelder, die für Kinder und Familien relevant sind, und versuchen, diese glaubwürdig und authentisch zu besetzen. Wenn es uns gelingt, Kindern wichtige Themen anhand ihrer Lieblingscharaktere spielerisch zu vermitteln, erhöht das die Akzeptanz für das zu Lernende nachhaltig.“, erklärt Geschäftsführer Claude Schmit die Strategie des Senders.

Im Rahmen der Aktion „Kinder helfen Kindern“ lernt die junge Zielgruppe jedes Jahr zu Weihnachten mit einem kleinen Beitrag etwas gutes zu tun, beispielsweise indem sie für Kinder in Not etwas malen oder basteln, was dann versteigert wird oder Spielzeug spenden. Am Weltkindertag konnten sich Kinder mit ihrem Herzenswunsch bewerben, sodass einige am Ende einen Hubschrauberflug, einen TV-Studiobesuch oder einen Ausflug ins Disney Land erleben durften.

„Bob hilft Kindergärten“ ist einen Aktion zur Renovierung von maroden Kindergärten, damit die Kleinen dort unbeschwert spielen und lernen können. Die Aktion findet dieses Jahr bereits zum sechsten Mal statt. Die Kindergärten bewerben sich für die zur Verfügung gestellten Gelder und werden ausgewählt. Am Ende der Arbeiten schaut der Baumeister höchstpersönlich vorbei und schmeißt eine große Party. Auch Medienkompetenz ist einer digitalisierten Welt ein immer wichtiger werdendes Thema. Super RTL startete diverse Lesekampagnen, damit das Buch bei all den Computerspielen nicht völlig aus der Kinderwelt verschwindet. Infobroschüren für Lehrer möchte der Sender Kindern den Umgang mit Werbung und Computern näher bringen.

Claude Schmit ist sich der Verantwortung für die kleinen Zuschauer bewusst, verschweigt aber auch nicht, dass all das natürlich auch einen willkommenen Marketing-Effekt hat: "Mit unserem Engagement möchten wir Gutes tun. Und ja, wir wollen auch auf uns aufmerksam machen. Auf uns und auf das, was uns auszeichnet: Gutes Kinderfernsehen, Nähe zu den Kindern und ihrer Lebenswelt. Wir sind der Türöffner, für das notwendige Know-how sorgen Partner und Fachleute. Ob Feuerwehr oder Verkehrswacht, Deutsches Kinderhilfswerk oder Bundesministerium, gemeinsam können wir etwas bewegen.“

Auf Seite 2: Die Strategie von Nickelodeon und dem Ki.Ka

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