Heiter bis tödlich - Hubert und Staller © ARD/TMG/Chris Hirschhäuser
Nach "Hubert und Staller"-Erfolg in der Primetime

Beckmann: "Vorabend-Konzept steht nicht in Frage"

von Alexander Krei
02.08.2013 - 09:22 Uhr

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"Hubert und Staller" haben in dieser Woche zur besten Sendezeit auf Anhieb über vier Millionen Zuschauer vor den Fernseher gelockt. Doch warum tut sich "Heiter bis tödlich" am Vorabend so schwer? ARD-Vorabendkoordinator Beckmann gibt die Hoffnung nicht auf...

Eine gute Produktion ist das eine - dass für den Erfolg eines Formats auch die Wahl des richtigen Sendeplatzes eine entscheidende Rolle spielt, lässt sich immer wieder beobachten. Das beste Beispiel hierfür ist vermutlich "Mord mit Aussicht". Als die Serie einst im Ersten an einem Montagabend getestet wurde, lief es aus Quotensicht reichlich mau. Erst mit dem Wechsel auf den etablierten Serien-Abend am Dienstag kam der Erfolg: Im vergangenen Jahr schalteten zwischenzeitlich über sechs Millionen Zuschauer ein, darunter ungewöhnlich viele jüngere. In eine ähnliche Richtung könnte sich auch "Hubert und Staller" entwickeln. Zwar war die Serie mit Christian Tramitz und Helmfried von Lüttichau schon in den vergangenen beiden Jahren die mit Abstand erfolgreichste aller "Heiter bis tödlich"-Serien am quotenschwachen ARD-Vorabend - im Schnitt schalteten allerdings selbst hier weniger als zwei Millionen Zuschauer ein.

Nicht so am Dienstagabend: Als Sommer-Überbrückung ermitteln "Hubert und Staller" seit dieser Woche sogar zur besten Sendezeit. Und landeten damit einen großen Publikumserfolg: Trotz Wiederholung waren auf Anhieb über vier Millionen Zuschauer dabei, beim jungen Publikum lag der Marktanteil höher als bei sämtlichen Folgen von "Tierärztin Dr. Mertens", die in den Wochen zuvor auf demselben Sendeplatz zu sehen waren. Es ist ein Erfolg, über den sich nicht zuletzt ARD-Vorabendkoordinator Frank Beckmann freut. "Der Erfolg von Hubert und Staller zeigt, dass wir im Vorabend auf dem richtigen Weg sind", sagte Beckmann gegenüber dem Medienmagazin DWDL.de und gibt den Kurs für die kommenden Monate vor: "Mit qualitativ hochwertigen Serien werden wir die klassischen ARD-Zuschauer, aber auch Jüngere begeistern."

Seine These: "Wir brauchen gute, zuschauerstarke Sendungen im Vorabend, um das Programm auch zu dieser Tageszeit attraktiv zu machen", so Vorabendkoordinator Beckmann. Dass man solche Sendungen besitzt, habe der Dienstagabend gezeigt. "Gerade deshalb müssen wir die Menschen für unser Vorabendangebot gewinnen und ihnen zeigen, dass sie unterhaltsames qualitätsvolles Programm eben auch vor 20 Uhr im Ersten sehen können." An das Konzept, Schmuzelkrimis zwischen "Verbotene Liebe" und "Tagesschau" zu zeigen, glaubt Frank Beckmann also trotz der anhaltend dürftigen Zuschauerzahlen nach wie vor, auch wenn die Frage erlaubt sein muss, wieso eine Serie wie "Hubert und Staller", die am Vorabend so unspektakulär läuft, auf einem anderen Sendeplatz ohne Anlauf zum strahlenden Marktführer werden kann.

Ist also schlicht der Vorabend schuld, dem einst schon Günter Struve attestierte, er sei "verteufelt schwierig". Doch Beckmann stellte nun auf DWDL.de-Nachfrage klar: "Das Vorabend-Konzept steht nicht in Frage." "Hubert und Staller" sollen trotz des Erfolgs zur besten Sendezeit jedenfalls auch weiterhin am Vorabend ermitteln. "Die dritte Staffel der Serie ist fest für den Vorabend programmiert und wird dort Anfang November mit 16 neuen Folgen starten", so Frank Beckmann. Zumindest einen Ausflug ins Abendprogramm wird es dann allerdings trotzdem geben: "In der Woche des Starts zeigen wir ja auch eine 90-minütige Spielfilm-Version von 'Hubert und Staller' im Hauptabendprogramm und hoffen natürlich, damit Publikum für die Serie im Vorabend anzuziehen." Fans von "Hubert und Staller" kann der Vorabend-Sendeplatz aber eigentlich nur recht sein. Nachschub gibt es hier nämlich deutlich schneller als etwa bei "Mord mit Aussicht". Die dritte Staffel wird fahrlässigerweise nämlich erst im Herbst kommenden Jahres ausgestrahlt - zwei Jahre nach der zweiten Staffel.

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