Familienfernsehen © Robert Anders / DWDL (CC BY 2.0)
Von "stets bemüht" bis "ganz der Vater"

Familienfernsehen: So läuft's für die Filmstarkinder

von Jan Freitag
06.01.2017 - 10:42 Uhr

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Meist wird "Vitamin B" heimlich verabreicht, Schauspielereltern fördern ihre Kinder hingegen ganz offen und hieven ihren Nachwuchs gerne mal auf die Besetzungsliste - so wie diese Woche Heiner Lauterbach bei seiner Tochter Maya. Zeit für ein kleines Glossar der Schauspielerkinder...

Maya Lauterbach (2002, München)

Elternhaus: Heiner Lauterbach & Viktoria Skaf
Ausbildung
: Eliteschule Starnberger See
Talent
: Väterlicherseits durchaus überliefert
Starthilfe
: Mit zwei Jahren an Vatis Seite vor der Kamera
Karriere
: Danach weitere viermal in gleicher Konstellation
Traumschifffaktor
: Gering – zu dunkler Typ, zu eigensinnig, zu gut
Promi-Faktor:
10 von 10 auf der Oliver-Berben-Blockbuster-Skala
Kernkompetenz
: Trotzige Tristesse im Männerumfeld
Perspektive
: erstaunlich gut, vielleicht bald mal ohne Heiner

Sophie Wepper (1981, München)

Elternhaus: Fritz Wepper & Harry Klein
Ausbildung
: TV-Journalismus in München
Talent
: Hat sich stets bemüht
Starthilfe
: Debüt bei Derrick mit 10
Karriere
: Auch sonst gern an Vatis Seite, meist als Tochter
Traumschifffaktor
: Hoch. Pilcher, Bergdoktor, Nonnen – alles dabei
Promi-Faktor:
6 von 10 auf der Frau-im-Spiegel-Skala
Kernkompetenz
: Familienkompetenz mit Mandelaugen
Perspektive
: Nscho tschi, Karl-May-Festspiele Bad Segeberg

Luna (1997. L.A.), Lilli (1998, Berlin), Emma (2002, L.A.) Schweiger

Elternhaus: Til Schweiger, Ludo Decker, Nick Tschiller
Ausbildung
: Keine, leider
Talent
: Wie beim Erzeuger nicht vorhanden
Starthilfe
: Ständiges Zerren vor Papis Blockbusterkamera, meist als fiktive Töchter
Karriere
: Ohne Til inexistent
Traumschifffaktor
: Nicht messbar, da alle vor allem gemeinsam drehen
Promi-Faktor:
10 von 10 auf der Gala-Skala
Kernkompetenz
: Süß (Lili), niedlich (Emma), Teenie (Luna)
Perspektive
: Tatort L.A., Titel „Die fantastischen Vier“

Jimi Blue (1991) und Wilson Gonzalez (1990) Ochsenknecht, München

Elternhaus: Uwe und Natascha Ochsenknecht, Schauspieler und, äh, Darstellerin
Ausbildung
: Kalte Testosteronbäder, heiße Adrenalinduschen
Talent
: Null, nicht mal Fußball, trotz viermal „Wilde Kerle“
Starthilfe
: Als Jimi, Wilson & Uwe in Doris‘ Roadmovie „Erleuchtung garantiert“ (2000)
Karriere
: Zwischen Raab-Accessoire und Bravo-Posterboy
Traumschifffaktor
: Niedrig, aber bereit zu jeder Art ProSieben-Selbstentblößung
Promi-Faktor:
7639 von 10 auf der Bild-Skala
Kernkompetenz
: Boxervisage mit Sonnenbrille und Zahnstocher im Schmollmund
Perspektive
: Promi-Puff auf Ibiza

Stephanie Stumph (1984, Dresden)

Elternhaus: Vater Wolfgang, Mutter: angeblich ja
Ausbildung
: Gleiche Schauspielschule wie Yvonne Catterfeld
Talent
: Vorhanden, aber meist überzuckert
Starthilfe
: Seit frühester Kindheit Papa Wolfgangs Kind Christiane Stubbe
Karriere
: Ohne Vater unvorstellbar, gilt zusehends auch umgekehrt
Traumschifffaktor
: 2 x Pilcher, 2 x Fjorde, Anspruchsintermezzo in „Der Turm“
Promi-Faktor:
9 von 10 auf der Blitz-Illu-Skala
Kernkompetenz
: Lady Lipgloss mit trotzigem Rehblick
Perspektive
: Schmunzeltatort Erfurt mit Wolfgang S. als Polizeipräsident

Dustin Semmelrogge (1981, Hamburg)

Elternhaus: Martin und andere Schauspieler mit Berliner Schnauze
Ausbildung
: Von Schultheater bis Bühnenschule engagiert, aber ohne Abschluss
Talent
: Ganz der Vater, nur exzessfreier
Starthilfe
: Verkehrsgericht, Bang Boom Bang und diverse Rote Teppiche mit Papa
Karriere
: Werbequerfinanziert ausbaufähig
Traumschifffaktor
: Als Gründungsgast im Dschungelcamp 2004 eher RTL-Faktor
Promi-Faktor:
9 von 10 auf der Explosiv-Skala
Kernkompetenz
: Klingt exakt wie Martin und sieht auch noch so aus
Perspektive
: „Mein Vater, der Trinker“, Event-Biopic, Sat1 2018

Hannah Herzsprung (1981, Hamburg)

Elternhaus: Bernd Herzsprung, Boulevardschauspieler
Ausbildung
: Learing by doing and doing and doing
Talent
: Trotz des Vaters gewaltig
Starthilfe
: Kaum. Spielte sich 1998 als Mimi Aus heiterem Himmel in die Herzen
Karriere
: Ab 2005 bergauf: Borderliner, RAF-Terroristin, Knast-Pianistin, Weissensee-Julia
Traumschifffaktor
: Seit „18 – Allein unter Mädchen“ bei Null
Promi-Faktor:
7 von 10 auf der ZEIT-Skala
Kernkompetenz
: Tränenerstickter Mut der Verzweiflung
Perspektive
: „Mein Vater, der Boulevardschauspieler“, Arte-Doku 2021

Jens Atzorn (1976, München)

Elternhaus: Robert und Angelika, Schauspieler
Ausbildung
: Gleiche Schauspielschule wie Christine Neubauer
Talent
: Macht weniger draus als sein Vater
Starthilfe
: Episodenrolle in Papas Hamburger „Tatort“ 2002, aber nicht als Sohn
Karriere
: Von der Elternförderung entkoppelt, aber schleppend
Traumschifffaktor
: Mittel. Zweimal an Bord, zwischen Schonkost gelegentlicher Ballast
Promi-Faktor:
4 von 10 auf der Hörzu-Skala
Kernkompetenz
: Dank Familienähnlichkeit kantige Typen, ideal für Soldaten
Perspektive
: „Unser Bundeswehrlehrer Lt. Nick“

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