Julia Ruhs arbeitet ab sofort auch für die "Bild", das hat Axel Springer gegenüber dem Medienmagazin DWDL.de bestätigt. Die Journalistin schreibt ab diesem Januar die Kolumne "Meine Meinung", erscheinen sollen die Texte immer auf der Webseite der Boulevardzeitung. Geplant sind zwei Texte pro Monat, wobei das nur das Minimum sein soll. Die Kolumne zu "politischen und gesellschaftlichen Themen" werde mindestens zweimal im Monat erscheinen, heißt es von Springer.

Der Verlag bezeichnet Ruhs als "liberal-konservativ und meinungsstark", die Journalistin gehöre zu den "pointiertesten jungen journalistischen Stimmen Deutschlands". Marion Horn, Vorsitzende der "Bild"-Chefredaktionen und Chefredakteurin "Bild" erklärt: "Mit Julia Ruhs gewinnen wir eine analytisch scharfe Journalistin, die einen mutigen und unverstellten Blick auf gesellschaftliche Lage hat. Ich freue mich auf die Impulse, die sie mit ihrer neuen Kolumne für ‘Bild’ in die politische Meinungsbildung einbringen wird."

Die studierte Journalistin und Politikwissenschaftlerin Ruhs arbeitete für verschiedene große Medienhäuser, 2025 erschien ihr Buch "Links-grüne Meinungsmacht – die Spaltung unseres Landes". Bundesweit bekannt wurde Ruhs im vergangenen Jahr als Moderatorin des ARD-Reportageformats "Klar", das gemeinsam von NDR und BR verantwortet wird. Innerhalb des NDR regte sich aber Widerstand gegen die Moderatorin, weshalb es 2026 zu Veränderungen kommt. 

Julia Ruhs wird in diesem Jahr die "Klar"-Ausgaben moderieren, die vom BR kommen. Die NDR-Ausgaben präsentiert Tanit Koch (DWDL.de berichtete). Ruhs inszenierte sich im Zuge der kommunizierten Veränderungen als Opfer vermeintlicher Cancel Culture im öffentlich-rechtlichen Rundfunk, der NDR sowie die ARD insgesamt wurden auch von Politikern für die Entscheidung kritisiert. Der NDR räumte Kommunikationsfehler ein.