Schon seit einer Woche ist bekannt, dass Helge Fuhst die ARD verlassen wird. Wohin genau, das war bislang offen - offiziell war die Rede nur von einem Wechsel zu einem privaten Medienunternehmen. Seit diesem Mittwoch ist nun klar: Fuhst, aktuell Zweiter Chefredakteur von ARD-aktuell, zieht es zu Axel Springer. "Zum nächstmöglichen Zeitpunkt" soll er den Vorsitz der Chefredaktionen der sogenannten Premium-Gruppe übernehmen, zu der die Marken "Welt", "Politico Deutschland" und "Business Insider Deutschland" gehören. Im Zuge dessen wird er auch zum Chefredakteur der Welt-Gruppe berufen.
© Welt/Andreas Hornoff
Jan Philipp Burgard
Nun kommt also Helge Fuhst - in neu geschaffener Position der gesamten Premium-Gruppe. Bei ARD-aktuell fungierte Fuhst seit 2019 als Zweiter Chefredakteur und war damit für die "Tagesthemen" verantwortlich, die er auch regelmäßig selbst moderierte. Zuvor hatte er unter anderem die Position des Programmgeschäftsführers des Nachrichtensenders Phoenix inne und arbeitete als persönlicher Referent von WDR-Intendant Tom Buhrow. Im Jahr 2024 bewarb sich Fuhst auch Buhrows Nachfolger, unterlag jedoch im zweiten Wahlgang der damaligen WDR-Verwaltungsdirektorin Katrin Vernau. Sein jetzt bekannt gewordener Abschied ist bereits der zweite prominente Wechsel von der ARD zu Springer innerhalb kürzester Zeit: Bereits vor einigen Monaten war der "Tagesschau"-Sprecher Constantin Schreiber dorthin gewechselt (DWDL.de berichtete).
© Axel Springer
Mathias Döpfner
Mathias Sanchez, CEO der Premium-Gruppe: "Helge Fuhst vereinigt alle Qualitäten, die es für die Führung der Premium-Gruppe braucht: Er hat ein exzellentes Gespür für Themen, ist international vernetzt, ein renommierter TV-Journalist und ein extrem erfahrenerer Manager. Jan Philipp Burgard danke ich für seinen Einsatz und wünsche ihm schnelle und nachhaltige Genesung." Keine Veränderung gibt es übrigens an anderen Stellen der Premium-Gruppe: "Politico"-Chefredakteur Gordon Repinski und "Business Insider"-Chefredakteur Moritz Seyffarth behalten ihre Funktionen, berichten künftig aber an Fuhst. Ulf Poschardt bleibt Herausgeber.
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