Zu einem ungewohnt frühen Zeitpunkt haben sich die Verantwortlichen dieses Projekts an die Öffentlichkeit gewandt, normalerweise werden Produktionen erst kommuniziert, wenn Dreharbeiten anstehen. Nun hat die Network Movie Film- und Fernsehproduktion GmbH aber angekündigt, zusammen mit Matthias Brandt und Matti Geschonneck an dem Drehbuch für einen Fernsehfilm mit dem Arbeitstitel "Metro 36" zu arbeiten.
Inhaltlich beschäftigen sich die beiden mit einer Geschichte aus dem Leben des späteren deutschen Bundeskanzlers Willy Brandt. Dieser ging nach der Machtergreifung der Nazis ins Exil nach Norwegen - und kehrte 1936 für wenige Monate unter falschem Namen nach Deutschland zurück. Im Film gerät er dabei ins Visier der nationalsozialistischen Sicherheitsbehörden.
Spannend ist das Projekt auch deshalb, weil Matthias Brandt ("Polizeiruf 110", "Babylon Berlin", "King of Stonks" uvm.) den Stoff maßgeblich mitentwickelt. Er ist der jüngste Sohn von Willy Brandt. Matti Geschonneck ("Die Wannseekonferenz") wird die Regie des Fernsehfilms übernehmen, Network Movie (Produzenten: Reinhold Elschot, Silke Pützer und Wolfgang Cimera) produziert für das ZDF (Redaktion: Frank Zervos). Einen Drehtermin gibt es angesichts des frühen Stadium des Projekts noch nicht.
Matthias Brandt sagt: "Metro 36 ist keine biographische Gesamtschau des Lebens meines Vaters, sondern konzentriert sich auf einen hoch riskanten Moment im Leben des jungen politischen Emigranten: die heimliche Rückkehr in das nationalsozialistische Deutschland, die Begegnung mit der alten Heimat unter den Bedingungen von Verfolgung und Angst, und auf die Frage, welchen Preis politischer Widerstand haben kann."
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