Auch wenn die Federführung für den Eurovision Song Contest in diesem Jahr vom NDR zum SWR übergeht, wird Barbara Schöneberger wieder die Moderation beim Vorentscheid übernehmen - anders als zuletzt allerdings nicht alleine. Stattdessen wird Schöneberger am 28. Februar gemeinsam mit Hazel Brugger durch das "deutsche Finale" führen, wie die ARD am Donnerstag im Rahmen ihres Programm-Screenings in Hamburg bekanntgab. Im vorigen Jahr gehörte Brugger noch zum Moderations-Trio beim großen ESC-Finale in Basel.
Dass die Chemie zwischen beiden stimmt, war schnell ersichtlich - trotz räumlicher Distanz. Obwohl Schöneberger aus Köln zugeschaltet war und Brugger auf der Hamburger Screening-Bühne stand, warfen sich die beiden schon mal verbal die Bälle zu. Parallel dazu scherzte Schöneberger in der verschickten Pressemitteilung: "Die Last, allein den perfekten Act für Wien zu finden, fällt mir da richtig schön von den Schultern." Und Brugger ergänzte: "Dass die Wahl auch auf mich gefallen ist, bedeutet, dass ich einen großen Vertrauensvorschuss genieße - oder, dass die Verantwortlichen sonst niemanden gefunden haben."
Vorgestellt wurden am Donnerstagabend aber auch die neun Acts, die beim Vorentscheid um das Ticket für den ESC kämpfen. Die Bandbreite der zur Wahl stehenden Titel reicht "von Pop- über Rock-Songs, Balladen und Titel, die eher groovig daherkommen oder einfach nur Spaß machen", wie es die ARD beschreibt. Erste Eindrücke der Song gibt es online. Mit dabei ist unter anderem Sarah Engels, die einst als Zweitplatzierte aus "Deutschland sucht den Superstar" hervorging und nun mit ihrem Titel "Fire" für Deutschland nach Wien fahren will. Über ihre Teilnahme war in den vergangenen Tagen bereits spekuliert worden.
Bei der Wahl des deutschen Acts setzt der SWR in diesem Jahr zunächst auf eine 20-köpfige internationale Jury aus Musikexperten, die ihre drei aussichtsreichsten Favoriten wählt. In einem zweiten Schritt wiederum entscheidet allein das Publikum, welcher dieser drei Acts das Ticket für den ESC erhält. Beim Programm-Screening in Hamburg machte Hazel Brugger dann auch schon mal deutlich, worauf es in Wien ankommen wird: "Es geht nicht ums Gewinnen. Es geht nur darum, dass alle anderen verlieren."
ARD-Doku zum ESC-Jubiläum
Anlässlich des 70-jährigen ESC-Jubiläums wird es in diesem Jahr unter dem Titel "70 Jahres ESC - More than Music" außerdem eine begleitende Dokumentation in der ARD geben. DIe TV-Ausstrahlung ist für den 11. Mai geplant, in der Mediathek steht sie schon ab dem 8. Mai zum Abruf bereit. Versprochen wird ein "facettenreiches Porträt" des Wettbewerbs, das auch den Einfluss des Song Contests "auf Musik, Politik, Gesellschaft, Mode und die LGBTQIA+-Community" zeichnen soll.
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