Ein Team des MDR ist am Samstag während einer propalästinensischen Demonstration in Leipzig angegriffen worden. Der Vorfall ereignete sich am frühen Nachmittag noch vor dem Beginn der eigentlichen Demonstration. Der MDR berichtete auch selbst über den Angriff im Live-Ticker zur Demo. Darin heißt es, dass das Team zunächst von zwei Personen verfolgt worden sei. Diese hätten wiederholt ein Plakat vor die Kamera gehalten. 

Als der Sicherheitsdienst versuchte, die zwei Personen auf Abstand zu bringen, sei die Lage eskaliert. "Es kam zu einem Handgemenge und Gerangel", sagte ein MDR-Reporter. Der Security-Mitarbeiter habe einen Schlag mit dem Ellenbogen ins Gesicht bekommen, danach sei schließlich die Polizei eingeschritten. Die Beamten haben dann offenbar auch die Personalien der Personen aufgenommen, das berichtete ein MDR-Reporter. 

Für den Rest der Demo in Leipzig erhielt das MDR-Team dann einen polizeilichen Begleitschutz. Weitere Vorfälle mit Journalistinnen und Journalisten sind von der Demonstration nicht bekannt. Die Polizei teilte auf dem Kurznachrichtendienst X mit: "Gegen 13:45 Uhr kam es am Connewitzer Kreuz aus der propalästinensischen Versammlung heraus zu einem körperlichen Übergriff zum Nachteil eines Kameramannes des öffentlichen Rundfunks." Vor Ort kam es offenbar auch zur Sprechchöre mit Israel-feindlichen Parolen.