Das ZDF hat eine neue Serie angekündigt, die Saxonia Media zusammen mit der isländischen Produktionsfirma ZikZak Filmworks umsetzt. An Bord sind auch Arte, der isländische Anbieter Síminn sowie DR aus Dänemark. Nachdem im Winter bereits auf Island gedreht wurde, laufen noch bis Ende des Monats weitere Dreharbeiten in Berlin. Der Arbeitstitel: "Vanished - Cold Silence". Ein Ausstrahlungstermin steht bislang noch nicht fest.
In den Hauptrollen stehen Stefania Berndsen und Jörg Schüttauf für die Serie vor der Kamera. Inszeniert werden die vier Folgen von Regisseur Oskar Thor Axelsson nach den Drehbüchern von Mikael Torfason und Craig Young, Produzentinnen sind Franziska Lindner, Britta Hansen und Birgitta Bjoernsdottir.
Nach Angaben des ZDF handelt es sich bei der Serie um eine Mischung aus Familiendrama und politischem Thriller, der die wenig bekannte Verbindung zwischen Island und der DDR aufgreift und vor dem dramatischen Hintergrund zweier Systembrüche spielt - dem Ende der DDR und dem bisher verheerendsten Finanzcrash in Island.
"Zwei historische Umbrüche parallel zu erzählen, hat uns sehr gereizt", erklären die die Produzentinnen Franziska Lindner, Britta Hansen und Executive Producer Sven Sund von Saxonia Media in einem gemeinsamen Statement. "Und dann noch in einer unerzählten Verbindung zwischen dem Sehnsuchtsort Island und der DDR. Was passiert mit einer
Gesellschaft, wenn alles wegbricht? Welche Kräfte werden stark? Das Verschwinden der DDR hat tiefe Spuren hinterlassen, der Beinahe-Bankrott Islands ebenso. Unsere Miniserie hat daher keinen in unserem internationalen Team unberührt gelassen."
Und darum geht's: Als Bauarbeiter 2010 in Berlin eine mumifizierte Leiche entdecken, wird die deutsch-isländische Polizistin Anna Becker (Stefania Berndsen) von ihrer Vergangenheit eingeholt. 1991 verschwand ihr Vater Claas Becker über Nacht. Gemeinsam mit dem Berliner Ermittler Mathias Neumann (Jörg Schüttauf) folgt Anna seiner Spur, die tief in kriminelle Geflechte der Nachwendezeit der DDR und Island führt. Dabei stoßen die Ermittler auf DDR-Seilschaften, Treuhand-Korruption und Machtmissbrauch bis in höchste gesellschaftliche und politische Kreise. Blitzartig erinnert sie sich während der Ermittlungen an tief vergrabene Bruchstücke und Bilder aus ihrer Kindheit. In Berlin und Island wird die Suche nach der Wahrheit für Anna zu einer existenziellen Auseinandersetzung mit ihrem eigenen verdrängten Trauma.
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