© Warner Bros. International Television Production Deutschland GmbH
USA: Die nächste Hürde für die Übernahme von
Warner Bros. Discovery durch Paramound Skydance ist genommen. Nun haben die
Anteilseigner des Medienkonzerns dem geplanten Vorhaben
zugestimmt. Die Rede ist von einer "überwältigen Mehrheit", mit der die Transaktion gebilligt worden ist, wie WBD nach einer vorläufigen Auszählung mitteilte. Überraschend kommt die Zustimmung allerdings nicht, vielmehr wird das Ergebnis als Formsache gewertet. Vollends besiegelt ist der Deal damit aber freilich trotzdem nicht, denn die
Freigabe durch Regulierungsbehörden steht weiterhin aus. Mit einem Abschluss der 110 Milliarden US-Dollar schweren Übernahme wird für das dritte Quartal 2026 gerechnet.
© Netflix
USA: Die Produktionsfirma
Higher Ground Productions von Barack und Michelle Obama soll sich Berichten zufolge
nicht mehr exklusiv an Netflix gebunden sein. Der Schritt erfolgt sobald ihr derzeitiger Vertrag mit Netflix im Laufe dieses Jahres ausläuft. Geplant ist, künftig Projekte an mehrere Studios zu verkaufen, wie "Deadline" berichtet. Der ehemalige US-Präsident und die frühere First Lady hatten Higher Ground 2018 gegründet und produzierten ihre Film- und TV-Inhalte seither exklusiv für Netflix. Seit 2024 arbeitet Higher Ground im Rahmen eines First-Look-Vertrags mit dem Streaming-Dienst zusammen. Laut "Deadline" hat das Unternehmen bereits begonnen, Projekte bei
HBO, Apple und anderen Studios auf die Beine zu stellen.
© Amazon MGM Studios
USA / Großbritannien: Oliver Jones verlässt Apple TV nach sechs Jahren - und wechselt als Senior Commissioner für britische Scripted-Produktionen zu
Amazon MGM Studios. Das berichtet "Variety". Bei Apple war Jones zuletzt als Senior Creative Executive für internationale Scripted-TV-Produktionen tätig und zeichnete etwa für "Monarch: Legacy of Monsters" mit Kurt Russell oder Steven Spielbergs "Masters of the Air" mit Tom Hanks verantwortlich. Für "Tehran" gab es 2021 sogar einen International Emmy. Sein aktuellstes Projekt ist "Berlin Noir", geschrieben vom Oscar-prämierten Drehbuchautor Peter Straughan und mit Colin Firth, Jack Lowden und Jessica Gunning in den Hauptrollen. Für seine neue Position zieht Jones dem Bericht zufolge von Los Angeles zurück nach
London, wo er die
Beauftragung neuer britischer Scripted-Serien leiten wird.
© NBC Universal
USA: Der inhaftierte
Sean "Diddy" Combs hat eine juristische Niederlage erlitten: Eine New Yorker Richterin wies die
100-Millionen-Dollar-Klage des Musikers wegen Verleumdung gegen
NBCUniversal ab. Medienberichten zufolge erklärte sie, dass die auf auf dem Streamingdienst Peacock gezeigte Dokumentation
"Diddy: The Making of a Bad Boy" Combs unmöglich in Verruf gebracht haben könne, da der Ruf des Grammy-Gewinners bereits "durch die zahlreichen Klagen, das Video über häusliche Gewalt, die Berichterstattung in der Presse und eine strafrechtliche Anklage vor der Veröffentlichung der Dokumentation beschädigt" gewesen sei. Die Dokumentation beleuchtete die Vorwürfe im vergangenen Jahr schon wenige Monate, nachdem Combs wegen organisierter
Kriminalität, Sexhandels und Prostitution verhaftet und angeklagt worden war.
© Česká televize
Tschechien: Journalisten des
öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Tschechien haben ihre
Streikbereitschaft bekundet, sollte die Regierung des Ministerpräsidenten Andrej Babiš nicht von ihrem Plan abrücken, die
Rundfunkgebühren abzuschaffen und die Finanzierung unter staatliche Kontrolle zu stellen. Nach den Plänen der Regierung sollen die Gelder für das System künftig nicht mehr über Rundfunkgebühren eingenommen werden, stattdessen sollen die Sender
aus dem Staatshaushalt finanziert werden - mit deutlichen finanziellen Einschnitten. "Die Verabschiedung des Gesetzesentwurfs würde direkten politischen Einfluss auf das Tschechische Fernsehen ermöglichen, indem ein seit Jahrzehnten funktionierendes Finanzierungsmodell geändert wird. Wir sehen dies als
direkte Bedrohung für dessen Unabhängigkeit", sagte Pavla Kubálková vom Streikkomitee des Tschechischen Fernsehens dem britischen "Guardian".
© All3Media / Prime Video
Großbritannien: Das britische Publikum ist weiter im "Verräter"-Fieber: Nun hat sich die
BBC auch noch die Rechte an der
indischen Adaption von Prime Video gesichert. "The Traitors India" wird dadurch in Großbritannien auf dem
BBC iPlayer verfügbar sein, nachdem dort auch schon die Adaptionen aus Irland, den USA, Neuseeland und Australien zum Abruf bereitstehen. Auch in Indien ist die Show offenkundig ein Erfolg, eine
zweite Staffel befindet sich derzeit in Produktion. Darüber hinaus gibt es weitere Deals: So besitzt die
kanadische SVoD-Plattform Crave von Bell Media inzwischen die Rechte an
elf Adaptionen - zusätzlich zu ihrer eigenen.
Network 10 in Australien wiederum hat "The Traitors UK" und "The Celebrity Traitors" erworben, neben Versionen aus Indien, Neuseeland und den USA. Und
RTL Nederland, der ursprüngliche Sender von "The Traitors", sicherte sich die Lizenzen für Versionen aus Flandern, Großbritannien, den USA und Australien. Inzwischen wurden nach Angaben von
All3Media in
40 Länder lokale Versionen der Show in Auftrag gegeben haben, darunter neue Adaptionen in Indonesien, der Slowakei, Estland, Serbien und Malta. In Deutschland ist das Format bei
RTL zu sehen.