Ob "Noise", "Cui Bono" oder "Legion" – mit ihrer 2021 gegründeten Podacst-Schmiede Undone Work prägten Khesrau Behroz und Patrick Stegemann das investigative Audio-Storytelling entscheidend mit und heimsten etliche Auszeichnungen ein. Anfang Mai ist Stegemann dort als Geschäftsführer und Gesellschafter ausgeschieden. Für seine künftigen journalistischen Projekte hat er die Flow Media Company als neuen Partner gewählt. Die Produktionsfirma mit Sitz in Hamburg, Köln und Berlin – bekannt für "Kaum zu glauben", "Kölner Treff", "Beyond Gossip" oder "Das letzte Gespräch" – will mit Stegemann verstärkt auch filmisch arbeiten. Dazu gründen beide das neue Investigativ-Label "Cliff".
"Guter Journalismus war selten wichtiger als jetzt – und selten bedrohter", so Stegemann. "Für große Recherchen braucht es heute mehr denn je Zeit, Ressourcen und eine stabile Infrastruktur. Mit Cliff wollen wir mit einer investigativen Kultur Geschichten erzählen, die aufdecken, die Menschen helfen, sich besser in einer Welt zurechtzufinden, die sich so rasant und grundlegend verändert." Während Stegemann seine Expertise im narrativen Storytelling und investigativer Recherche einbringe, liefere Flow die produktionsseitige Professionalität und Reichweite, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung.
Nach fünf Jahren als Co-Gründer von Undone konzentriere Stegemann sich mit Cliff auf die Entwicklung "großformatiger, investigativer Stoffe, die konsequent plattform- und formatübergreifend gedacht" seien. "Weg vom reinen Audio-Fokus, hin zu einer Form des Journalismus, die ihre Kanäle dort sucht, wo die Geschichte am besten wirkt – egal ob als Film, Podcast oder Social Content." Ziel sei ein Journalismus, der Klarheit schaffe und Menschen in einer überfordernden Nachrichtenlage wieder handlungsfähig mache.
"Flow hat eine klare journalistische DNA und produziert seit Jahren hochwertige Dokus. Mit Cliff vertiefen wir diesen Weg und schaffen eine Heimat für investigative Stoffe, die weh tun dürfen und die visuell wie auditiv neue Standards setzen wollen", sagt Markus Heidmeier, Leiter des Geschäftsfelds "Documentaries & Stories" der Flow Media Company.
Für dieses Jahr stehen bereits drei große Produktionen in den Auftragsbüchern, die Themen aus Ökonomie und Ökologie miteinander verbinden sollen. Unter dem Titel "Reich. Die Zerstörung des Planeten ist ein gutes Geschäft" sollen gleich zwei Podcast-Serien erscheinen, die Geschichten von Menschen erzählen, die sich besonders stark an der Zerstörung des Planeten beteiligt haben. Auftraggeber ist das ARD-Kompetenzcenter Klima beim MDR. Eine weitere narrative Investigativ-Reihe für Audible befinde sich schon in der Umsetzung, teilte Flow mit.
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