Brückentage können auch für Überraschungen gut sein, dürften sich zumindest die diesjährigen Nominierten des Stuttgarter Moderationspreises denken: Etwas unorthodox kurz vor dem Wochenende überrascht das Institut für Moderation der Hochschule der Medien Stuttgart mit der Bekanntgabe der diesjährigen Nominierungen für die Preisverleihung, die am 25. Juni stattfindet.

In den neu definierten Kategorien „Beste Moderation Audio“ und „Beste Moderation Video“ hat eine interdisziplinäre Fachjury aus den Einreichungen die nominierten Leistungen bestimmt. Entschieden haben hier Manuela Weyh (Stv. Redaktionsleiterin Innovation & Digitale Projekte Rheinland-Pfalz, SWR), Thomas Lückerath (Gründer und Chefredakteur DWDL.de), Aycha Riffi (Leitung Grimme-Akademie), Prof. Dr. Eva Stadler (Studiendekanin Media Entertainment, HdM Stuttgart) und Laura Terberl (Leiterin Audio und Video, Süddeutsche Zeitung & Podcasterin).

Zusätzlich wird der Sonderpreis für Moderator:innen aus Baden-Württemberg von Studierenden der HdM vergeben. „Die Qualität der Einreichungen ist durchweg hoch. Diese gut moderierten Inhalte sind Leuchttürme in der Info-Flut“, sagt Prof. Stephan Ferdinand, Direktor des Instituts für Moderation an der HdM. 

Kategorie "Beste Moderation Audio"

  • Shahrzad Golab für „Dark Agent Folge 2: Das digitale Schachbrett“ (Deutschlandfunk)
  • Aylin Doğan für "Obsessed – Döner Papers" (Bayerischer Rundfunk in Koproduktion mit Kugel & Schere)
  • Alexander Gutsfeld für "Nicht Mehr Mein Land – Geschichten über Migration, den Rechtsruck und die Gräben zwischen uns, Folge 3 (Bayerischer Rundfunk)
  • Sheena Cvrlje für "Klugschnabeln: Fakten finden, Fakes entlarven: Haustierverbot in der EU???!" (Sailer Verlag & dpa)
  • Emeli Glaser und Dennis Müller für "Pillen und Glitzer" (Bayerischer Rundfunk)
  • Britta Rotsch für "Die Lieblingsschülerin – Heilung, Folge 5" (Deutschlandfunk)
  • Martin Kaul für "Deep State 1.Staffel des ARD-Podcast-Feeds Hateland (WDR / NDR)
  • Felix Hoffmann und Michael Götz für "Machtprobe: Was Bibi wirklich will – Netanjahu am Scheideweg" (Frankfurter Allgemeine Zeitung)
  • Chiara Battaglia für "Der Schrei. Der rätselhafte Fall Rafael Blumenstock. Das Phantom, Folge 3 (SWR)

Kategorie "Beste Moderation Video"

  • Adrian Oeser für "War mein Uropa ein Nazi?" (HR)
  • Franzi Heiler für "Urlaub in der Ukraine? Ein Realitätscheck vor Ort in Mykolajiw – nahe der Front" (easy newstime)
  • Phillip Syvarth für "Y-History: Aids und die 80er – wie lebte mein queerer Onkel Fred?" (BR / RB)
  • El Leykauf für "SkinnyTok: Wenn die Angst vorm Dicksein Trend wird" (SWR)
  • Leah Nlemibe für "Puls Reportage: Vulva Watching – Ich zeige fremden Frauen meine Vulva" (BR) 
  • Regina Steffens für „White Tiger: Die investigative Recherche zum Netzwerk 764 (Der Spiegel)
  • Susan Penack für "Das System Ringana: Undercover beim Fresh Date (NDR)
  • Greta Buschhaus und Kai Biermann für "Sabotage in Putins Auftrag? Das System der Wegwerf-Agenten" (Florica Factual für das ZDF)
  • Lotte Glatt für "logo!-extra: Der Zweite Weltkrieg und wir" (ZDF)

Kategorie "Sonderpreis Baden-Württemberg"

  • Thelma Buabeng für "Podcast: Kultur? Echt jetzt!" (Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg)
  • Gábor Paál für "Podcast: 1000 Antworten" (SWR)
  • Manuel Stark für "SWR Deep Talk: nicht witzig – Humor ist, wenn die anderen lachen" (SWR)

In diesem Jahr verleiht das Institut für Moderation zusätzlich erstmals einen Ehrenpreis in der Kategorie „Vorbild Moderation“. Mit dieser undotierten Auszeichnung soll eine Persönlichkeit, die die journalistische Moderation über Jahre hinweg geprägt hat, für den Nachwuchs als Vorbild wirkt und mit ihrer Arbeit Standards setzt und die Branche prägt und vorantreibt, ausgezeichnet werden. Wem diese Ehre zu Teil wird, wurde allerdings noch nicht verraten.