Das Finale der Europa League hat RTL am Mittwochabend hervorragende Quoten beschert - trotz der deutlichen 0:3-Niederlage des SC Freiburg gegen Aston Villa. Nachdem ab 20:15 Uhr zunächst 1,90 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer die Vorberichterstattung sahen, waren zehn Minuten vor Anpfiff bereits 3,29 Millionen mit dabei. Mit Spielbeginn um 21:00 Uhr zog die Reichweite schließlich noch einmal spürbar an: 5,67 Millionen Fans schalteten ein und trieben den Marktanteil schon beim Gesamtpublikum auf 25,5 Prozent.
Bei den 14- bis 59-Jährigen erreichte die erste Hälfte einen Marktanteil von 31,9 Prozent - und bei den 14- bis 49-Jährigen knackte RTL sogar die Marke von 40 Prozent. Mit 1,80 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer dieser Altersklasse erzielte das Finale einen herausragenden Marktanteil von 41,1 Prozent. Nach dem 0:2-Rückstand zur Pause hatten viele Fans die Hoffnung auf einen Freiburger Sieg jedoch erkennbar aufgegeben: Die zweite Halbzeit sahen nämlich nur noch 4,23 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer. Gleichwohl blieben die Marktanteile auf einem hohen Niveau: 23,2 Prozent waren es insgesamt, während in der klassischen Zielgruppe noch 37,1 Prozent erzielt wurden. An die Quoten des - gewonnenen - Europa-League-Finals von Eintracht Frankfurt vor vier Jahren kamen die Freiburger zudem nicht heran: Damals hatte RTL sogar über neun Millionen Fans vor den Fernseher gelockt.
Nach Abpfiff blieben am Mittwoch unterdessen noch 1,06 Millionen Personen bei RTL, um Highlights und Analysen zu sehen. Zu diesem Zeitpunkt lag der Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen noch immer bei sehr guten 17,2 Prozent. Die Tagesmarktführerschaft war dem Kölner Sender in der Zielgruppe zudem ebenfalls nicht zu nehmen: Mit stolzen 19,8 Prozent lag RTL weit vor der Konkurrenz und auch bei den 14- bis 59-Jährigen reichte es mit 15,4 Prozent für die eindeutige Spitzenposition.
Chancenlos blieb dagegen die Eishockey-WM bei ProSieben, wo die deutsche Nationalmannschaft gegen die USA nun schon die vierte Turnierniederlage hinnehmen musste. Auch die Quoten glichen einem Wechselbad der Gefühle: Nachdem ab 20:19 Uhr zunächst 880.000 Fans einschalteten, sackte die Reichweite gegen die erste Halbzeit der Europa League auf 610.000 ab. In der Zielgruppe reichte es während des zweiten Drittels für desolate 3,0 Prozent, nachdem zunächst noch 5,8 Prozent erzielt werden konnten. Allerdings gelang es ProSieben augenscheinlich, mit dem letzten Drittel einige Fußball-Fans zum Eishockey rüberzuziehen: Das letzte Drittel steigerte sich nämlich auf immerhin 6,4 Prozent und konnte nach 22 Uhr im Schnitt noch einmal 1,06 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer begeistern.
Das Zusammenspiel mit der Spielshow "Schäm dich reich!" wollte im weiteren Verlauf hingegen überhaupt nicht funktionieren und führte dazu, dass der ProSieben-Marktanteil in der Zielgruppe ab 23:10 Uhr auf magere 2,8 Prozent absackte. Mehr als 150.000 Zuschauerinnen und Zuschauer waren für das Format mit den Wolter-Zwillingen nicht drin.
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