Axel Springer hat das erste Jahr in der neuen Unternehmensstruktur nach der Trennung von KKR und CPP Investments erfolgreich abgeschlossen. Der Pro-Forma-Konzernumsatz lag mit 2,2 Milliarden Euro leicht über dem Vorjahr, das bereinigte EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) stieg um 29,4 Prozent auf 241,4 Millionen Euro. Wenn man eine mit den Vorjahren vergleichbare Basis ansetzt, dann betrug der Anstieg des EBITDA 12,9 Prozent auf 364,0 Millionen Euro.

Und auch das neue Jahr 2026 hat sich offenbar gut angelassen. So betrug das Pro-Forma-Umsatzplus im ersten Quartal 2,6 Prozent, währungsbereinigt sogar mehr als fünf Prozent. und das bereinigte EBIT im ersten Quartal fiel mit 54,1 Millionen Euro weit mehr als doppelt so hoch aus wie im letzten Jahr. Dementsprechend optimistisch blickt man auch aufs Gesamtjahr, wo man einen leichten Umsatzanstieg im niedrigen und einen EBIT-Anstieg im hohen einstelligen Prozentbereich erwartet. Die kurz vor dem Abschluss stehende Übernahme der Telegraph Media Group ist hier noch nicht berücksichtigt.

Springer-Chef Mathias Döpfner sagt: "Unsere neue Unternehmensstruktur bei Axel Springer hat sich bewährt. Zum guten Ergebnis von 2025 haben sowohl unsere Publishing-, als auch unsere Commerce-Marken beigetragen. Besonders erfreulich ist das Wachstum von 'Morning Brew' in den USA und die weiterhin ausgezeichnete Entwicklung bei Idealo. Unser Ziel ist es, im Laufe des Jahres mehr Geschwindigkeit aufzunehmen und das Wachstum von Axel Springer weiter voranzutreiben."

Deutlich weniger euphorisch fiel die Bilanz hingegen bei Burda aus. Der Umsatz sank hier im vergangenen Jahr um 2,6 Prozent auf 2,66 Milliarden Euro. Konkrete Angaben zum Ergebnis machte Burda wie üblich nicht, sprach aber davon, dass es sich "nicht zufriedenstellend entwickelt" habe. Schlecht lief es vor allem im klassischen Verlags- und Mediengeschäft, wo der Umsatz sogar um 6,5 Prozent auf 1,28 Milliarden Euro einbrach. Das konnte der zweite Bereich Burda Equity mit seinem Umsatzplus von 1,5 Prozent nicht ausgleichen.

"2025 war von einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld geprägt – in Deutschland ebenso wie in vielen unserer internationalen Märkte", erklärt Burda-CFO Lydia Rullkötter. "Höhere Kosten und eine verhaltene Konsumstimmung haben sich insbesondere im klassischen Mediengeschäft bemerkbar gemacht. Gleichzeitig gab es bei HolidayCheck, Cyberport und Nebenan.de auch Umsatzwachstum im Portfolio von Burda Equity."

Auf das laufende Jahr blicke man "vorsichtig zuversichtlich" und erwarte zumindest stabile Umsätze. Die nächste Spar-Runde steht dabei wohl schon bevor, oder wie es offiziell heißt: Man "optimiert konsequent die Kostenbasis, um die Ertragskraft der Gruppe zu stärken". "Wir wollen den technologischen Fortschritt – insbesondere durch KI – aktiv nutzen, um unsere digitale Transformation in allen Bereichen zu beschleunigen und Produkte noch konsequenter an den Bedürfnissen unserer Konsument:innen auszurichten”, so die Burda-CFO.