Als Dieter von Holtzbrinck im Jahr 2009 sein eigenes Unternehmen DvH Medien gründete, übernahm er von der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck sowohl die Tagesspiegel-Gruppe als auch die Verlagsgruppe Handelsblatt. Beim Zeit-Verlag machte man hingegen Halbe-Halbe: 50 Prozent der Anteile übernahm Dieter von Holtzbrinck, 50 Prozent verblieben bei der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck. Nun soll die "Zeit" wieder komplett an die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck zurück gehen.
Eine mögliche Bündelung der Eigentümerstruktur sei "seit längerem zwischen den Gesellschaftern vertraglich vorgesehen" und trage "der bereits seit Jahren bestehenden engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen der 'Zeit' und dem künftigen Alleingesellschafter nun auch gesellschaftsrechtlich Rechnung", heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung.
Auf den strategischen Kurs und die organisatorischen Strukturen bei der "Zeit" habe die Veränderung, der die Kartellbehörden erst noch zustimmen müssen, keine Auswirkungen. Die klarere Eigentümerstruktur solle "zusätzliche Impulse [setzen], um den eingeschlagenen Innovations- und Investitionskurs in den Häusern konsequent fortzuführen und die technologische sowie publizistische Weiterentwicklung zu stärken". Am regelmäßigen Austausch zwischen Handelsblatt und Tagesspiegel und der "Zeit" solle sich ebenso wenig ändern wie an der Zusammenarbeit in unterschiedlichen Themenfeldern. Auch die gemeinsam gehaltenen Beteiligungen zwischen der Dieter von Holtzbrinck Medien-Gruppe und der 'Zeit' bleiben unberührt.
"Wir haben die 'Zeit' in den vergangenen Jahrzehnten gemeinsam erfolgreich weiterentwickelt. Mit der jetzt vollzogenen Bündelung der unternehmerischen und verlegerischen Verantwortung schaffen wir jeweils beste Voraussetzungen für die nächste Phase unseres Wachstums in Zeiten der Transformation der Medien", erklären Dieter von Holtzbrinck und Stefan von Holtzbrinck, geschäftsführender Gesellschafter der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck.
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