Das ZDF hat eine von Elon Musk über eine deutsche Anwaltskanzlei geforderte Unterlassungserklärung zur Anfangsmoderation der Sendung "ZDFheute live" vom 12. Juni mit dem Titel "Ausschreitungen in Belfast – Wie Musk die Proteste befeuert" abgegeben und die entsprechende Stelle in der Mediathek entfernt. Beim Abruf der Sendung sehen die Zuschauerinnen und Zuschauer inzwischen den Hinweis, dass die Anmoderation aus rechtlichen Gründen gekürzt worden sei. 

In der Sendung ging es um einen von einem Flüchtling aus dem Sudan verübten Mordversuch in Belfast und einen anschließend durch die Straße ziehenden Mob, bei diesen rassistischen Krawallen kam es zu gewalttätigen Ausschreitungen. ZDF-Journalistin Christina von Ungern-Sternberg hatte das Publikum in der Sendung vor diesem Hintergrund mit folgenden Worten begrüßt: "[...] Ein rassistischer Mob macht daraufhin Jagd auf Migranten. Dazu aufgerufen hatten ein britischer Rechtsextremist und Techmilliardär Elon Musk". 

Tatsächlich hatte Musk aber nicht zu Ausschreitungen aufgerufen - geschweige denn zu "Jagd auf Migranten". Stattdessen teilte er einen X-Post des Rechstextremisten Tommy Robinson mit den Worten: "Nur wenn wir wiederholt und laut protestieren, wird sich etwas ändern". Später erklärte Musk noch, es seien "mörderische Migranten, die unschuldige Menschen in ihrer Heimatstadt enthaupten", die Leute wütend machen würden - "nicht soziale Medien". 

Musk ist auf X auf die "ZDFheute live"-Ausgabe aufmerksam gemacht worden und hatte bereits angekündigt, gegen die "ungeheurlichen Lügen" rechtliche Schritte einleiten zu wollen. Das ZDF reagierte bereits darauf, indem man erklärte, die gewählte Formulierung in der Anmoderation sei "unpräzise und dadurch missverständlich" gewesen. Nachdem Musk tatsächlich rechtliche Schritte einleitete, gab man nun also auch die Unterlassungserklärung ab und entfernte die Szene.