Der Streit zwischen Christian Ulmen und der Produktionsfirma Pyjama Pictures landet vor dem Arbeitsgericht Berlin. Wie jetzt bekannt wurde, wird sich das Gericht bereits am kommenden Montag mit der Frage befassen, ob mehrere Verträge des Schauspielers, Autors und Regisseurs wirksam fristlos gekündigt wurden.
Konkret geht es um vier Vereinbarungen im Zusammenhang mit der Produktion der für Joyn geplanten Serie "The Au Pair". Ulmen hatte für das Projekt nach Angaben des Gerichts nicht nur das Drehbuch verfasst, sondern auch Verträge als Regisseur, Autor und Editor abgeschlossen. Hinzu kam eine Exklusivvereinbarung mit der Produktionsfirma, bei der er in der Vergangenheit sogar selbst als Geschäftsführer fungierte.
Die Verträge waren von Pyjama Pictures Mitte April nach Bekanntwerden der Vorwürfe gegen Christian Ulmen fristlos gekündigt worden. Begründet wurde der Schritt unter anderem mit den bekannt gewordenen strafrechtlich relevanter Vorwürfe gegen Ulmen. Zudem sollen inhaltliche Parallelen zwischen den Vorwürfen und der Handlung der Serie eine Rolle gespielt haben. Im Mittelpunkt sollte ein Au-Pair stehen, "das zwischen alle Fronten einer toxischen Familie gerät", wie Carsten Kelber, Geschäftsführer von Pyjama Pictures, vor einem Jahr im DWDL.de-Interview die Handlung beschrieb.
Gegen die Kündigungen setzt sich Ulmen nun mit einer Klage zur Wehr. Dabei vertritt er die Auffassung, im Rahmen der Produktion als Arbeitnehmer der Filmfirma beschäftigt gewesen zu sein. Zunächst ist für Montag ein Gütetermin angesetzt.
von




