Werbezahlen von Nielsen

Fernsehen im Mai im Plus, Radio und Zeitungen leiden

Nielsen © Nielsen

Der Brutto-Werbemarkt lag im fünften Monat des Jahres bei einem soliden Plus, zurückzuführen ist das auch auf die gute Performance der TV-Vermarkter. Das Radio und die Zeitungen lagen im Minus und das Kino verdoppelte seine Einnahmen im Vergleich zum Mai 2025.

von Timo Niemeier am 17.06.2026 - 16:03 Uhr

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Die Gesamt-Bruttowerbeeinnahmen über alle Mediengattungen hinweg lagen im Mai dieses Jahres bei 3,03 Milliarden Euro, das geht aus den neuesten Zahlen des Marktforschungsunternehmens Nielsen hervor. Damit legte der Gesamtmarkt um 2,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zu. Zu verdanken hat man das auch dem Fernsehen, das sich im Mai immerhin mal wieder um 4,5 Prozent auf 1,39 Milliarden Euro steigern konnte. Für die TV-Vermarkter war es das bislang größte Wachstum in diesem Jahr. 

Die Mediengattung TV steht damit zwischen Januar und Mai nur noch bei einem minimalen Verlust in Höhe von 0,2 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum 2025. Bei den Zeitungen beträgt das Minus auf Jahressicht dagegen schon 3,2 Prozent - getrieben durch einen sehr schlechten April (-11,7 Prozent) und einen ebenfalls schwachen Mai (-7,8 Prozent). Auch das Radio verzeichnete im Mai ein großes Minus in Höhe von 6,1 Prozent und kommt zwischen Januar und Mai auf -3,5 Prozent. 

Besser geht es im Vergleich dazu den Außenwerbern und den Online-Vermarktern, die im Mai ihre Brutto-Werbeeinnahmen jeweils um 7,5 und 12,8 Prozent steigern konnten. Auch auf Jahressicht liegen beide Mediengattungen gut im Plus. Ein überraschend starkes Plus erzielten im Mai übrigens die Kinos. Mit insgesamt 12,5 Millionen Brutto-Einnahmen sind sie in der Gesamtstatistik nur ein Leichtgewicht, dennoch konnten sie sich damit um rund 140 Prozent steigern. In den Mai fielen unter anderem lange Auswertungsfenster von "Der Teufel trägt Prada 2" und "Michael". 

Doch noch einmal kurz zurück zum Fernsehen bzw. den TV-Vermarktern, hier verfestigt sich mittlerweile nämlich eine Entwicklung der vergangenen Monate. Während die Ad Alliance sich vergleichsweise gut schlägt, tut sich Seven.One Media ungleich schwerer. So war es auch im Mai: Während die Ad Alliance im fünften Monat des Jahres auf ein sattes Brutto-Plus in Höhe von 9,3 Prozent kam, verzeichnete die Konkurrenz aus Unterföhring -2,2 Prozent. Es war der dritte Monat in Folge, in der die Ad Alliance erfolgreicher war Seven.One Media. 

Übrigens: Trotz der Tatsache, dass Sky Deutschland mittlerweile zu RTL gehört, wird Sky in der Nielsen-Statistik aktuell noch einzeln ausgewiesen. Im April und Mai erzielte Sky Media Brutto-Werbeeinnahmen, die um 4,0 und 1,6 Prozent unter denen des Vorjahres lagen. Wegen eines starken Jahresstarts liegt Sky Media auf Jahressicht aktuell aber noch immer bei einem Plus in Höhe von 3,6 Prozent. 

Wie immer gilt es bei den Nielsen-Zahlen zu berücksichtigen, dass hier die Listenpreise zugrunde gelegt werden und Rabatte, Eigenanzeigen und Tauschgeschäfte nicht berücksichtigt sind. Die tatsächlichen Einnahmen etwa der TV-Sender sind teils deutlich geringer. Dennoch sind die Nielsen-Zahlen ein Indikator für die grundsätzliche Entwicklung des Marktes.