Goetz Hoefer verlässt ServusTV, entsprechende Informationen des Medienmagazins DWDL.de hat ein Sendersprecher am Mittwoch auf Anfrage bestätigt. Demnach wurde der Programmdirektor des Senders auch schon freigestellt. Zu den Gründen der Trennung schweigt ServusTV wie so oft. Nach Angaben der "Salzburger Nachrichten", die zuerst über den Abgang Hoefers berichtete, soll die Freistellung nicht auf ein mögliches Fehlverhalten zurückzuführen sein. Auf eine Anfrage von DWDL.de hat Hoefer bislang nicht reagiert. 

Die Wege von ServusTV und Goetz Hoefer trennen sich damit nach rund dreieinhalb Jahren, der ehemalige Geschäftsführer von Spiegel TV kam im Januar 2023 als Programmchef zum Salzburger Privatsender, bei dem es seither auch dank teuer eingekaufter Sportrechte ziemlich gut läuft. In Österreich ist man längst zum erfolgreichsten Privatsender aufgestiegen, dank Übertragungen von Spielen der Fußball-EM und Fußball-WM stieß ServusTV nicht selten in Quotensphären vor, die in den zurückliegenden Jahrzehnten ausschließlich dem ORF vorbehalten waren. 

Hoefer galt in Salzburg lange als möglicher Nachfolger von Senderchef Ferdinand Wegscheider, der bis 2023 die Kompetenzen für das Programm selbst inne hatte. Auch als Wegscheider aus gesundheitlichen Gründen im Jahr 2023 eine mehrwöchige Pause eingelegt hatte, übernahm Hoefer. 2024 wurde er schließlich auch General Manager, wobei ServusTV bzw. das Red Bull Media House diese Rolle nie genauer definierten. Ein Jahr später gab er diesen Titel wieder ab und firmierte seither ausschließlich als Programmdirektor. 

Das wilde Karussell ServusTV - auch Goetz Hoefer ist in seinen dreieinhalb Jahren einige Runden damit gefahren. Rund ein Jahr nach seinem Amtsantritt machte ServusTV seinen linearen Kanal in Deutschland dicht, hierzulande ist man nur noch mit ServusTV On präsent. Einen direkten Nachfolger von Ferdinand Wegscheider gab es dann letztlich überhaupt nicht, weil im vergangenen Jahr der Ex-"Bild"-Journalist Matthias Brügelmann als globaler Inhaltechef im Red Bull Media House installiert wurde - bei ihm liegt mittlerweile auch die Letztverantwortung für ServusTV. 

Nach DWDL.de-Informationen soll die Stelle des Programmdirektors allerdings schon nachbesetzt werden. Aber auch intern gab es dazu zumindest an diesem Mittwoch noch keine weiteren Informationen. Offiziell will man sich zur möglichen Nachfolge von Goetz Hoefer nicht äußern.