Der Beitragsservice, in Deutschland verantwortlich für den Einzug der Rundfunkbeiträge, hat seinen Jahresbericht 2025 vorgestellt. Daraus geht hervor, dass zum Ende des vergangenen Jahres sowohl die Anzahl der registrierten Beitragskonten als auch die zum Rundfunkbeitrag angemeldeten Wohnungen leicht gesunken sind. Daraus ergeben sich auch leicht rückläufige Einnahmen aus dem Rundfunkbeitrag.
So lagen die Erträge aus dem gesetzlich festgelegten Rundfunkbeitrag auf 8,72 Milliarden Euro, das waren 20 Millionen Euro weniger als im Jahr davor (8,74 Milliarden). Von den Gesamteinnahmen flossen 8,56 Milliarden an die Öffentlich-Rechtlichen, also ARD, ZDF und Deutschlandradio. Weitere 164,5 Millionen Euro gingen an die Landesmedienanstalten. Die Kosten für den Beitragseinzug beliefen sich 2025 auf 191,4 Millionen Euro. Das entspricht einem ganz leichten Anstieg in Höhe von 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Die insgesamt rückläufige Entwicklungen bei den Einnahmen aus dem Rundfunkbeitrag ist keine Überraschung und wurde vom Beitragsservice so prognostiziert. Bernd Roßkopf, Leiter des Geschäftsbereichs Finanzen und Services beim Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio, sagt: "Die rückläufige Entwicklung der wichtigsten Kennzahlen beim Beitragseinzug war so erwartet worden und ist typisch für die letzte Phase des alle vier Jahre stattfindenden bundesweiten Meldedatenabgleichs, bei dem die Beitragsdaten mit den Melderegistern der Kommunen abgeglichen werden. Mit nennenswerten Veränderungen ist erst im Nachgang zum nächsten bundesweiten Meldedatenabgleich zu rechnen, den wir aktuell vorbereiten und ab Dezember 2026 durchführen werden."
Neben den Einnahmen aus dem Rundfunkbeitrag sanken auch die Anzahl der Mahnungen und Vollstreckungen. Ende des vergangenen Jahres befanden sich demnach 3,65 Millionen Beitragskonten in einem Mahnverfahren, ein Jahr zuvor waren es 3,73 Millionen. Die Zahl der Mahnmaßnahmen, wie der Beitragsservice sie nennt, verringerte sich sogar um knapp ein Fünftel und lag zum Jahresende bei 18,31 Millionen. Die Zahl der ausgebrachten Vollstreckungsersuchen fiel auf 1,39 Millionen nach 1,59 Millionen Ende 2024.
von



