Volle Bühne bei Disney, wo die Screenforce Days dank Host Miss Piggy im LateNight-Setting kurzerhand zu "Queenforce Days" wurden. Aber sie blieb nicht allein: Neben Eun-Ky Park (Country Managerin Disney in Deutschland, Österreich und der Schweiz) und Vermarktungschefin Julia Schörner war diesmal auch Disney-EMEA-Chef Tony Chambers in Düsseldorf dabei, um Neuigkeiten im deutschen Markt zu verkünden. Im Gepäck hatte man ein Rebranding: Ende 2026 wird der frei empfangbare Disney Channel zu Disney TV. "Der Sender wird erwachsen", sagt Eun-Ky Park. 

Disney Screening © DWDL.de

Hinter dem neuen Namen stecke eine Weiterentwicklung des Senders und seines Programmangebots. Das werde erweitert, um eine „breite Auswahl hochwertiger Inhalte mit einem größeren Anteil an Titeln für erwachsene Zielgruppen.“ Von Animationen und Live-Action, über Familienprogramme und Drama-Serien bis hin zu Dokumentationen sowie Inhalten von FX, Marvel Studios und „Star Wars“ will Disney im FreeTV mit prominenteren Programmen angreifen. Ein genaueres Datum fürs Rebranding wurde vorerst nicht kommuniziert.

„Das Programm von Disney TV wird unser Free-TV-Angebot in Deutschland um mehr Inhalte für erwachsene Zielgruppen erweitern, ergänzt durch sorgfältig kuratierte exklusive Disney+ Inhalte. Gleichzeitig bleiben feste Programmfenster für Kinder sowie beliebte Filme für Familien weiterhin fester Bestandteil des Angebots“, bekräftigt Eun-Ky Park bei der Verkündung der News in Düsseldorf, wo neben den Führungskräften auch Rick Kavanian und Miss Piggy auf der Bühne standen.

Für Werbekunden eröffne Disney TV durch das erweiterte Inventar zusätzliche Wachstumsmöglichkeiten, insbesondere bei jungen erwachsenen Zielgruppen ab 16 Jahren, stellte Vermarktungschefin Julia Schörner in Aussicht. So entstünden auch neue Crossmedia-Potenziale. Noch in diesem Sommer will Disney Advertising die proprietäre Ad-Tech-Infrastruktur von Disney, einschließlich der Integration des Disney Audience Graph in Disney+, in EMEA zum Einsatz bringen und bereits etablierte Funktionen aus den USA und weiteren Märkten auf Disney+ in EMEA übertragen.

Disney Advertising © DWDL.de

Zu Disney+ machte das Führungstrio in Düsseldorf keine allzu konkreten Angaben. Man verzeichne „weiterhin ein starkes Wachstum in der gesamten EMEA-Region“, habe die Zahl der Abonnent*innen seit Anfang 2025 um 25 Prozent gesteigert. Gleichzeitig würde der Service intensiver genutzt: Die durchschnittliche Sehdauer pro Direktkunde sei im gleichen Zeitraum um mehr als 10 Prozent gewachsen, erklärt Disney nach eigener Messung.

Ein neues Hulu-Original für Disney+ hatte man dann am Donnerstagmittag auch noch im Gepäck: Der sechsteilige Thriller „Under the Ice“, produziert in der Schweiz, spielt vor der eindrucksvollen Kulisse des Matterhorns. Im Mittelpunkt der Story stehe die erfahrene Bergretterin Eve Lehner, deren Einsatz zu einer persönlichen Zerreisprobe wird, als der wohlhabende Unternehmer Paul Welsch spurlos verschwindet. Die Dreharbeiten in Zusammenarbeit mit C-Films (Produzentin Anne Walser) beginnen in Kürze.

Die neue Serie ergänzt die schon angekündigten deutschsprachigen Hulu-Originals der kommenden Monate, darunter „City of Blood“, „Vienna Game“ und „Yacht Dreams Monaco“ sowie „Monster – ein Taunuskrimi“ (Österreich) in Zusammenarbeit mit dem ZDF und die Serienverfilmung der NewAdult-Romanreihe „Westwell“.