Ingmar Cario, bislang Hauptabteilungsleiter des Bereichs Programmmanagement im WDR, soll nach den Vorstellungen von WDR-Intendantin Katrin Vernau die Nachfolge von Jörg Schönenborn im Amt des Programmdirektors Information, Fiktion und Unterhaltung antreten. Vernau nominierte den 47-Jährigen am Donnerstag in der Sitzung des WDR-Rundfunkrats, nachdem die Position zuvor öffentlich ausgeschrieben worden war. Nach Schönenborns Abschied übernahm Cario bereits kommissarisch die Leitung der Direktion.

Zugleich schlug Vernau dem Rundfunkrat Andrea Schafarczyk für eine weitere Amtszeit als Programmdirektorin NRW, Wissen und Kultur vor. "Andrea Schafarczyk und Ingmar Cario gestalten den WDR in einer Zeit tiefgreifender Veränderungen maßgeblich mit", begründete die Intendantin ihre Entscheidung. "Sie treiben die digitale Transformation voran, entwickeln unser Programmportfolio strategisch weiter und setzen wichtige Impulse für die Zukunftsfähigkeit unseres Hauses. Beide stehen für publizistische Qualität, Innovationskraft und konsequente Orientierung an den Bedürfnissen unseres Publikums."

Andrea Schafarczyk © WDR/Annika Fußwinkel Andrea Schafarczyk
Andrea Schafarczyk leitet die Programmdirektion bereits seit April 2022 und verantwortet in dieser Funktion unter anderem die WDR-Landesprogramme mit den elf Regionalstudios und der Landespolitik, die medienübergreifenden Ressorts Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft sowie die sieben WDR-Radiowellen und die vier Musikensembles. Ingmar Cario leitet seit 2018 die Hauptabteilung Programmmanagement Information, Fiktion und Unterhaltung und ist unter anderem zuständig für das WDR Fernsehen, den ARD-Spartensender One, die WDR-Mediathek und mitverantwortlich für die Angebotssteuerung im WDR. Seit 2020 fungierte er außerdem als Stellvertreter von Jörg Schönenborn.

Im März war bekannt geworden, dass Jörg Schönenborn nach zwölf Jahren überraschend seinen Posten als WDR-Programmdirektor aufgibt (DWDL.de berichtete). "Auf Bitte der ARD-Intendantinnen und -Intendanten" werde er seine publizistische Tätigkeit für den Senderverbund "deutlich ausweiten und so die aktuelle politische Berichterstattung im Ersten und im Onlineangebot der ARD stärken", hieß es damals von Seiten des Senders. Erst vor wenigen Tagen präsentierte er erstmals die "Tagesthemen".

Über die nun bekannt gewordenen Personalvorschläge von WDR-Intendantin wird der Rundfunkrat voraussichtlich in seiner nächsten Sitzung am 16. September entscheiden.