Über die Entwicklung von DAZN ließe sich viel sagen, doch die Verantwortlichen des Sportstreamingdienstes um Haruka Gruber zogen es am Montagabend bei ihrer stimmungsvollen Party zum 10-jährigen Jubiläum vor, vor allem Bilder sprechen zu lassen. Und so führte nicht zuletzt eine kleine Galerie - eindrucksvoll umgeben von der Bundesliga-Meisterschale und dem legendären Henkelpott der Champions League - den rund 100 geladenen Gästen noch einmal vor Augen, wie innerhalb kürzester Zeit aus einem Underdog ein echtes Schwergewicht im hart umkämpften Pay-Markt geworden ist. 

Auch in den Talksegmenten mit Kommentator Benni Zander - eine der Stimmen der ersten DAZN-Stunden - ging's nicht allzu nostalgisch zu. Stattdessen arbeitete sich Experte Michael Ballack vor allem noch einmal am jüngsten WM-Scheitern der Nationalmannschaft ab, und Schalkes Aufsichtsratsvorsitzender Axel Hefer erzählte, wie sich der Bundesliga-Aufsteiger für die neue Saison rüstet. So viel Fußball-Tiefgang muss auch zum Geburtstag sein. 

Michael Ballack © DAZN Michael Ballack
Den wohl interessantesten Vergleich des Abends bemühte Prof. Dr. Michael Decker, seines Zeichens Generaldirektor des Deutschen Museums in München, dessen Rooftop-Bar bei sommerlichen Temperaturen als Location für die DAZN-Feier diente. "Was Sie vor zehn Jahren gemacht haben", sagte er mit Blick auf die Crew des Sport-Streamers, "ist etwas ganz Ahnliches wie das, was unser Museumsgründer vor fast 125 Jahren hier gemacht hat." Dieser nämlich habe ein Technikmuseum gegründet in einer Zeit, als es nur Kunstmuseen gegeben habe. "Er hat verstanden, dass Technik einfach unser ganzes Leben durchdringt, und er war so clever und hat es mit Unterhaltung verbunden", sagte Decker. Und irgendwie hat es ja auch DAZN irgendwie geschafft, ein sehr technisches Produkt mit Unterhaltung anzureichern.

Tatsächlich stellte der reine Fokus auf den Sport im Streaming-Segment vor zehn Jahren ein echtes Novum dar. "Geprägt von einer großen Abenteuerlust" sei diese Zeit gewesen, erinnerte sich Haruka Gruber, Senior Vice President Media Central Europe von DAZN, gerade erst im Gespräch mit DWDL.de. "Keiner von uns hat zuvor einen derart großen Service aufgebaut." Dass die Plattform nach ihrem Start in Deutschland und Japan inzwischen weltweit verfügbar ist, zeigt, dass man mit der einstigen Vision einen ganz guten Riecher bewies. Und zehn Jahre später hat es DAZN zumindest schon mal für einen Abend zu einem Platz im Deutschen Museum gebracht.

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