Beim jährlichen Super Bowl sorgt die Halftime-Show oft für mehr Schlagzeilen als das eigentliche Spiel. Und auch bei der am Sonntagabend zu Ende gehenden Fußball-Weltmeisterschaft könnte nun Ähnliches bevorstehen. Erstmals wird auch die FIFA ein großes Musik-Spektakel zwischen in die Halbzeitpause des Finalspiels zwischen Spanien und Argentinien legen - und hat dafür ein beachtliches Star-Aufgebot zusammengetrommelt.
Neben Madonna, Shakira und der K-Pop-Band BTS sollen auch der nigerianische Musiker Burna Boy und der venezolanischen Dirigent Gustavo Dudamel, die Band Coldplay und ein New Yorker Grundschulchor während der Halbzeitpause im New Yorker Stadion auftreten, wie die Hilfsbewegung Global Citizen mitteilte, die die Show zusammen mit der FIFA produziert. Es wird damit gerechnet, dass die üblichen 15 Minuten, die zwischen beiden Spielhälften liegen, nicht ausreichen werden. Zwar sind für die Auftritte nur elf Minuten vorgesehen, doch alleine der Bühnenaufbau soll sechs Minuten dauern. Zusammen mit dem Abbau und der anschließenden Bewässerung des Rasens wird von einer 25-minütigen Spielunterbrechung ausgegangen.
Hierzulande plant das ZDF übrigens die Übertragung der gesamten Halbzeitshow ein, wie ein Sendersprecher auf DWDL.de-Nachfrage bestätigte. "Im ZDF wird die Halbzeitshow zu sehen sein", hieß es. Das hat auch rechtliche Gründe: "Mit dem Erwerb der Übertragungsrechte haben sich die Rechtenehmer verpflichtet, auch die Halbzeitshow zu zeigen", so der Sprecher weiter. Das bedeutet allerdings auch, dass das ZDF - nicht wie sonst üblich - eine Kurzausgabe des "heute-journals" in der Halbzeitpause zeigen wird.
Tatsächlich wird es am Sonntag gar kein "heute-journal" zu sehen geben - auch nicht im Anschluss an die Übertragung des Endspiels. Hier ist stattdessen eine kurze "heute Xpress"-Ausgabe vorgesehen. Das ZDF verweist darüber hinaus auf aktuelle Nachrichten, die man im Vorfeld des WM-Finals in der 19-Uhr-Ausgabe von "heute" zeigen wird. Darüber hinaus gibt es danach noch das "Berlin direkt"-Sommerinterview mit Bundeskanzler Merz zu sehen.
Bei der Eröffnung des Fußball-Weltmeisterschaft hatte sich das ZDF noch Kritik eingehandelt, weil Teile der Show einem Werbeblock zum Opfer gefallen waren (DWDL.de berichtete). Der Sender rechtfertigte das Vorgehen damals mit dem Verweis darauf, angehalten zu sein, "einen Teil seines Haushaltes durch Ausstrahlung von Werbung zu bestreiten".
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