Der Kabarettist Korand Beikircher ist im Alter von 80 Jahren verstorben. Er wurde im Dezember 1945 in Südtirol geboren und wuchs dort auf. Mit 20 Jahren kam er dann zum Psychologiestudium nach Bonn und blieb die folgenden 60 Jahren im Rheinland. Als Kabarettist widmete er sich ausführlich vor allem der rheinischen Sprache und Lebensart, 1980 wurde auch der WDR auf ihn aufmerksam und bot ihm immer wieder eine Bühne. Ingmar Cario, kommissarischer WDR-Programmdirektor Information, Fiktion und Unterhaltung, würdigt ihn als "einen der markantesten Unterhaltungskünstler im Westen."

Cario: "In unnachahmlicher Weise widmete er sich den charakterlichen und sprachlichen Besonderheiten der Menschen in Nordrhein-Westfalen. Niemand beobachtete den ‚Rheinländer an sich‘ so genau, persiflierte ihn so liebevoll wie er. Niemand blickte so tief in die rheinische Seele. Als Gastgeber der ‚Unterhaltung am Wochenende‘ oder im ‚Westzeit U-Punkt‘ des Hörfunks, als Mitglied im Rateteam von Harald Schmidts ‚Pssst…‘ oder Gast bei den ‚Mitternachtsspitzen‘ – vor allem aber mit seinen Soloprogrammen im Hörfunk und im WDR Fernsehen, bescherte er uns über Jahre hinweg programmliche Highlights, an die sich viele noch heute erinnern. Der WDR ist dankbar für die gemeinsame, erfolgreiche Zusammenarbeit für unser Publikum."

Anlässlich seines Todes zeigt das WDR Fernsehen am heutigen Mittwoch, 29. Juli um 22:15 Uhr die einstündige Sendung "Konrad Johann Aloysia Beikircher – Fast ein Selbstportrait". Auch im Radioprogramm von WDR 5 gibt's eine knapp einstündige Sondersendung: Ab kurz nach 21 Uhr läuft dort am Mittwochabend "Konrad Beikircher – Der rheinische Zauberer, eine Hommage von Michael Lohse". Am 1. August ist bei WDR5 zudem ab 15 Uhr ein Mitschnitt seines letzten Soloprogramms "Arrivederci" zu hören, das erst am 8. Juli im Kommödchen in Düsseldorf aufgezeichnet wurde.