Anlässlich des 150. Geburtstags des Filmpioniers Carl Laemmle, der einst mit der Eröffnung der Universal City Studios in Los Angeles Hollywood als Film-Standort begründete, wurde 2017 der Carl Laemmle Produzentenpreis eingeführt, mit dem seitdem alljährlich verdiente Produzentinnen und Produzenten für langjähriges Schaffen ausgezeichnet werden. In diesem Jahr geht dieser Preis an Michael Souvignier. Seit dem vergangenen Jahr nimmt man aber auch den Nachwuchs in den Blick und hat den Carl Laemmle VFF Talentpreis aus der Taufe gehoben. Damit werden aufstrebende Produzentinnen und Produzenten für ein konkretes Werk ausgezeichnet.

Pauline Roenneberg, Felix Bärwald © Milk Pictures
Nun stehen die diesjährigen Nominierungen fest. Für den Spielfilm "Kalter Hund" sind Pauline Roenneberg und Felix Bärwald von Milk Pictures UG nominiert. In dem Film beginnt mit dem Suizid des Patriarchen die perfekte Fassade einer Familie zu bröckeln, das lang geplante Familienfest eskaliert. Alte Machtverhältnisse werden auf den Kopf gestellt und zwingen das Rudel im Schafspelz, gemeinsam eine Familienaufstellung zu machen.

Paulina Lorenz, Jorgo Narjes, Faraz Shariat © Jünglinge Film
Die zweite Nominierung geht an Paulina Lorenz, Jorgo Narjes und Faraz Shariat von der Jünglinge Film GmbH für den Film "Staatsschutz". Nach einem rassistischen Anschlag auf ihr Leben zieht Staatsanwältin Seyo Kim darin in eigener Sache vor Gericht – und nimmt es mit einem System auf, das Rechtsextremismus verharmlost.

Lisa Purtscher, Lotta Schmelzer © LiseLotte Films
Eine weitere Nominierung geht an Lisa Purtscher und Lotta Schmelzer von der LiseLotte Films GmbH für "Babystar". Im Mittelpunkt des Films steht die 16-jährige Luca - ein Kind zweier Influencer, die seit ihrer Geburt on- wie offline im Mittelpunkt steht. Doch als ihre Influencer-Eltern ein neues Kind planen, stürzt sie in eine tiefe Leere und beginnt zu begreifen, wie wenig von ihr selbst übrig ist.

Jennifer Stahl, Geschäftsführerin der Carl Laemmle Produzentenpreis UG und der Produktionsallianz Campus GmbH, sagt: "Eine neue Generation von Produzent:innen will nicht nur herausragende Filme realisieren, sie gestaltet auch die Bedingungen aktiv mit, unter denen sie entstehen. Die drei von der Jury nominierten Projekte zeigen eindrucksvoll, dass die Verbindung von gesellschaftlicher Verantwortung, publikumswirksamem Erzählen und einer neuen Kultur von Fairness und Fürsorge am Set moderne und starke Kinofilme hervorbringt." Dotiert ist der Preis mit 15.000 Euro, gestiftet ist er von der VFF Verwertungsgesellschaft der Film- und Fernsehproduzenten. Schon die Nominierung bringt eine zweijährige Fördermitgliedschaft in der Produktionsallianz mit sich. Die Preisverleihung findet am 18. September im Schloss Großlaupheim statt.