Die nächsten beiden Preise der diesjährigen Verleihung des Blauen Panthers stehen fest, diesmal aus dem Bereich der fiktionalen Serien. Die Auszeichnung für die beste Serie geht dabei an den Sechsteiler "Unfamiliar", den Gaumont für Netflix produziert hat. Konkret wird als Preisträger dabei Produzent Andreas Bareiss bedacht, der "seit vielen Jahren für außergewöhnliche Film- und Serienproduktionen mit internationaler Strahlkraft" stehe, wie es in der Begründung der Jury heißt.
Tatsächlich hat "Unfamiliar" weltweit für Netflix gut funktioniert - allerdings hierzulande nicht ganz so gut wie erhofft, weshalb es keine zweite Staffel gibt. Die Jury des Blauen Panthers hat "Unfamiliar" aber in jedem Fall überzeugt: "Die Serie verbindet die Spannung eines internationalen Spionagethrillers mit einer persönlichen Geschichte über Vertrauen und Verrat. Dadurch geht sie über eine klassische Genreproduktion hinaus und gewinnt eine emotionale Ebene, die auch international verständlich ist."
Andreas Bareiss: "Paul Coates hat aus einem Spionage-Thriller eine Geschichte mit großer Menschlichkeit und Tiefe gemacht - und Lennart Ruff, Philipp Leinemann, Susanne Wolff, Felix Kramer und unser gesamtes Team haben sie auf wunderbare Weise zum Leben erweckt. Mein besonderer Dank gilt Sabine de Mardt und Gaumont Deutschland sowie Jan Bennemann und Netflix für das Vertrauen und die langjährige Partnerschaft. Nach vielen Jahren in diesem Beruf weiß ich: Die schönsten Projekte entstehen, wenn Menschen wirklich an eine gemeinsame Idee glauben. 'Unfamiliar' ist für mich genau so ein Projekt."
Mit "Hundertdreizehn" (Windlight Pictures und Satel Film für ARD und ORF)wird zudem noch eine weitere Serie mit dem Blauen Panther geehrt, in diesem Fall fürs Beste Drehbuch. Der Preis geht an Creator und Drehbuchautor Arndt Stüwe. Die Jury schreibt in ihrer Begründung: "Mit 'Hundertdreizehn' vertraut Arndt Stüwe dem Zufall eine ungewöhnlich große dramaturgische Kraft an. Auf verschiedenen Zeitebenen entfaltet er sechs höchst emotionale Geschichten, die wie eigenständige Filme funktionieren und sich dennoch zu einem präzise konstruierten Ganzen verbinden."
Arndt Stüwe kommentiert: "Ich freue mich wirklich sehr, als Autor der Serie 'Hundertdreizehn' den Blauen Panther für das beste Drehbuch zu bekommen. Das ist eine enorme Ehre und etwas ganz Besonderes in meiner jetzt schon fast 30-jährigen Schaffenszeit. Diese Auszeichnung verstehe ich aber unbedingt als Wertschätzung der Teamleistung, denn ein Drehbuch wird erst ein sicht- und fühlbares Erlebnis durch seine Umsetzung. Darum nehme ich den Preis am 21. Oktober auch im Namen aller an, die an dieser Umsetzung mit großem Einsatz und Leidenschaft mitgewirkt haben."
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