Zu Zeiten von Jan Philipp Burgard gab's beim Sender Welt auf dem Dach des Axel-Springer-Hauses das "PolitikerGrillen", ab dem 3. Oktober wird nun wieder der Grill angeworfen - diesmal sind allerdings Musikerinnen und Musiker zu Gast. Beim Programm-Screening im Sommer wurde das Format, für das Welt mit dem ebenfalls bei Springer erscheinenden Titel "Rolling Stone Germany" schon kurz angerissen, nun stehen Details fest.

So wird das neue Format, das erstmals am 3. Oktober läuft, von Dennis Sand und Sassan Niasseri präsentiert. Sand schreibt als Redaktionsleiter bei "Welt" über die Themengebiete Popkultur und Zeitgeist, Niasseri leitet als Director Digital Content die Webseiten von "Rolling Stone" und "Musikexpress". Das gemeinsame Gemüseschnibbeln und Würste-Grillen soll eine entspannte Gesprächsatmosphäre mit den jeweiligen Gästen herstellen, um nicht in den ewig-gleichen PR-Talk zu verfallen.

Jede Folge widme sich dabei einem spezifischen Leitmotiv des jeweiligen Gastes. Den Anfang macht dabei Doro Pesch, die laut der Welt-Ankündigung über bedingungslose Treue sprechen wird. In den weiteren Folgen sind Thomas Anders zum Thema Haltung und Westbam zum Begriff der Freiheit zu Gast. Joachim Witt reflektiert seine künstlerische Wandlung, Prinz Pi thematisiert anlässlich seines Karriere-Endes das Loslassen. Am Ende gibt's nicht nur Gegrilltes, sondern häufig noch eine Unplugged-Performance.

Sassan Niasseri sagt: "Wir wollen wieder echte Tiefe jenseits des Drei-Minuten-Reels schaffen und die Menschen hinter der Musik kennenlernen, Geschichten und Seiten entdecken, die bislang kaum erzählt wurden. 'Rolling Stone Germany' steht für genau diese Art von intelligentem Entertainment und Musikjournalismus." Dennis Sand ergänzt: "Die Popkultur hat sich stark in den digitalen Raum verlagert. Wir holen sie bewusst zurück ins lineare Fernsehen, weil sie eines der letzten verbindenden Elemente in einer fragmentierten Gesellschaft ist. Wir müssen wieder mehr Popkultur wagen."