Im "Bündnis Freie Presse" haben sich der Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDVZ) und der Medienverband der freien Presse (MVFP) auch bislang schon zusammengetan, künftig will man die gemeinsamen Interessen vor allem in Anbetracht der wachsenden Marktmacht der internationalen Tech-Konzerne noch geschlossener vertreten. Im Zentrum steht dementsprechen auch die Forderung nach einer stärkeren Regulierung dieser Plattformen.
Man werde politische Positionen enger abstimmen, regulatorische Verfarhen gemeinsam begleiten und sich auf nationaler und europäischer Ebene für faire Wettbewerbsbedingungen einsetzen. Es geht etwa um Kartell- und Wettbewerbsrecht, den Schutz journalistischer Inhalte vor Ausbeutung durch KI-Systeme sowie auch das Leistungsschutzrecht.
"Gemeinsames Handeln statt Einzelkämpfertum - das ist unsere Antwort auf die wachsende Macht von Google, Meta & Co.", so der BDZV-Vorsitzende Matthias Ditzen-Blanke. "Globale Digitalkonzerne bestimmen heute in erheblichem Maße die Spielregeln in einem Markt, in dem wir täglich um Aufmerksamkeit, Sichtbarkeit und Erlöse ringen. Deshalb werden wir die Anliegen der Presse mit noch mehr Nachdruck in Berlin und Brüssel vertreten."
Lars Joachim Rose vom MVFP betont: "Wir haben gemeinsame Interessen und gemeinsame Herausforderungen. Deshalb bündeln wir Expertise und Ressourcen dort, wo es konkreten Mehrwert schafft." Dazu gehörten politische Kommunikation, gemeinsame Initiativen, Veranstaltungen sowie die enge Abstimmung in medienpolitischen Grundsatzfragen. In den vergangenen Jahren habe sich die Zusammenarbeit bereits bewährt - etwa bei der arbeitsteiligen Kooperation der Public-Affairs-Teams und bei gemeinsamen Aktivitäten auf europäischer Ebene. "Darauf bauen wir auf. Wo wir mit einer Stimme sprechen, werden wir stärker wahrgenommen", so Rose.
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