Foto: Axel Springer © Axel Springer
"B. Z."-App

Erste Zeitung will Geld für iPhone-App sehen

von Uwe Mantel
30.10.2009 - 12:20 Uhr

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Mehrfach hat Springer-Chef Döpfner schon angekündigt, für Mobil-Angebote kassieren zu wollen, mit der "B. Z." macht man nun ernst: Für die iPhone-App will Springer Geld sehen - und zwar regelmäßig.

iPhone-App B.Z.Weil die Paid-Content-Modelle im normalen Internet bei den meisten Zeitungen und Zeitschriften grandios gescheitert sind, versuchen die Verlage nun wenigstens bei mobilen Angeboten Geld für ihre Inhalte zu kassieren. Schon mehrfach hat Springer-Chef Döpfner angekündigt, dass die mobilen Angebote von "Bild" oder "Welt" künftig nur noch gegen Bares abrufbar sein sollen. Den ersten Versuch startet man nun allerdings mit einem weniger wichtigen Titel: Der Berliner Boulevard-Zeitung "B. Z.".

Für sie hat Springer eine neue iPhone-App entwickeln lassen, die man nicht kostenlos verteilen, sondern nur noch gegen Bares anbieten will. 79 Cent kostet das kleine Programm, das ab sofort über den iTunes-Store verfügbar ist und zugriff auf alle Artikel und Fotogalerien bieten soll. Als Mehrwert preist Springer die "Floating Navigation" an. Mit dieser könne man durch einzelne Bezirke navigieren und und um die Uhr lokale Nachrichten abrufen.

Durch exakte Geo-Positionierung werde der Aufenthaltsort des Users detailliert bestimmt und die Inhalte mit den schönsten Fotomotiven der aktuellen Umgebung begleitet. Zudem gebe es künftig auch Spiele und ein Blog mit News und Tests zum iPhone. Das soll den Nutzern künftig nicht nur einmalig 79 Cent wert sein, sondern einen regelmäßigen, monatlichen Obolus: Im Frühjahr 2010 erfolge die Umstellung auf ein Abo-Modell, kündigt Springer an.

Nach der "B. Z." steht die nächste Zeitung zudem schon in den Startlöchern: Ab Mitte November will die "Süddeutsche Zeitung" eine kostenpflichtige iPhone-App anbieten, die für 1,59 Euro im Monat mehr Services als die kostenlose Basis-Variante bieten soll, wie süddeutsche.de-Chefredakteur gegenüber "kress" ankündigte. Zudem will man künftig mit Artikeln aus der gedruckten Zeitung online restriktiver umgehen als bisher.

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