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Verleger-Soap

Konstantin Entertainment: Ultimatum für den Vater

von Uwe Mantel
15.11.2010 - 11:31 Uhr

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Ein Verlegersohn außer Rand und Band: Konstantin Neven DuMont treibt den Machtkampf auf die Spitze und stellt seinem Vater öffentlich via "Bild" ein Ultimatum. Einer muss gehen: Er oder sein Vater. Das nächste Kapitel der Verleger-Soap...

Konstantin Neven DuMont
© MDS
Alles hat so harmlos angefangen: Dubiose Kommentare von Konstantin Neven DuMonts Computer - geschrieben angeblich von ominösen Unbekannten - in Stefan Niggemeiers Blog. Und ehe man sich versah wurde daraus ein in aller Öffentlichkeit ausgetragener Machtkampf an der Spitze eines ganzen Verlagshauses. Das wäre an sich schon bemerkenswert genug - doch dass hier ein Sohn öffentlich gegen seinen Vater antritt, sorgt für die richtige Würze in der Kölner Verleger-Soap.

Nachdem Konstantin Neven DuMont am Wochenende schon via "Focus" verkündete, dass sein Vater, der Altverleger Alfred Neven DuMont, ihm früher die komplette Verantwortung hätte übertragen sollen, legte er am Montag in der "Bild"-Zeitung mit erneut verschärften Äußerungen nach - und stellt seinem eigenen Vater nun öffentlich ein Ultimatum. Bis jetzt habe es noch keine Reaktion seitens seines Vaters gegeben, es wäre jedoch "schön, wenn bis Monatsende etwas kommt", so Konstantin Neven DuMont gegenüber dem Konkurenzblatt.

 

 

Damit läuft alles auf einen Showdown in den nächsten zwei Wochen hinaus: Er oder sein Vater. Konstantin Neven DuMont erklärt sein Vorgehen damit, dass der "dauerhafte Schwebezustand" für ihn "nicht mehr hinnehmbar" sei. Er wolle eine neue Führungsstruktur "erzwingen": "Mein Vater soll Christian (DuMont Schütte) und mich machen lassen. Zu Zweit geht das besser als zu Dritt". Dadurch, dass sein Vater derzeit noch mitmische, gebe es einfach keine klare Linie, weshalb viele Dinge auf die lange Bank geschoben würden. "So wird Vermögen vernichtet", so Neven DuMont weiter.

Während sich Konstantin Neven DuMont weiter in der Öffentlichkeit auslässt, schweigen sein Vater und der Verlag weiterhin beharrlich - und das nicht nur öffentlich, sondern auch gegenüber Konstantin Neven DuMont. Aufgrund seiner Krankheit sei es "unheimlich schwer, ihn zu bekommen", so Konstantin über seinen Vater, um in wenig respektvollen Worten hinzuzufügen: "Aber wenn man noch die große Nummer sein will, muss man sich zu der aktuellen Debatte einlassen."

Sollte sich sein Vater nicht einfach aus dem Unternehmen drängen lassen - was schon jetzt nur noch mit Gesichtsverlust möglich erscheint - dann hat Konstantin Neven DuMont auch schon einen Alternativ-Plan: "Wenn ich nicht die Nachfolge meines Vaters antreten darf, soll er mich auszahlen und ich mache mein eigenes Medienunternehmen auf."

Ein Verbleib des derzeit nach Verlagsangaben auf eigenen Wunsch beurlaubten Konstantin Neven DuMont im Familienunternehmen erscheint angesichts dieser scharfen Wortwahl zunehmend unwahrscheinlich - zumal er sich in den letzten Tagen nicht nur mit seinem Vater, sondern auch der restlichen Führungsmannschaft angelegt hat. Auch bei den Arbeitnehmern dürfte er einen immer schwereren Stand haben. So kündigte er erneut an, dass bei der "Frankfurter Rundschau" scharfe Einschnitte nötig seien und die Kosten gesenkt werden müssen, um wenig diplomatisch hinterherzuschieben: "Trotz des üblichen Gezeters der Gewerkschaften."

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