Am späten Montagabend ging die mittlerweile dritte Staffel des Sat.1-Talks "Eins gegen Eins" mit Claus Strunz zu Ende. Die Bilanz fällt eher mau aus: Im Schnitt erreichten die zehn Folgen der neuen Staffel nur einen Marktanteil von 5,7 Prozent in der Zielgruppe. Das war zwar über ein Prozentpunkt mehr als bei der Frühjahrs-Staffel im vergangenen Jahr, der Aufwärtstrend aus der zweiten Staffel im Herbst, die im Schnitt 6,2 Prozent Marktanteil erreichte, konnte aber nicht fortgesetzt werden. Im Schnitt erreichte Sat.1 am späten Montagabend insgesamt pro Woche knapp über eine halbe Million Zuschauer.

Trotzdem hat sich Sat.1 entschieden, Claus Strunz auch weiterhin talken zu lassen. Allerdings gibt es jetzt erst einmal eine längere Pause, anders als im vergangenen Jahr wird "Eins gegen Eins" nämlich nicht im Herbst weiter gehen, sondern erst im Jahr 2013, wenn die Bundestagswahl näher rückt. Dann soll es auch wieder mehr Folgen geben als in diesem Jahr. Zur genauen Anzahl will man sich in Unterföhring allerdings nicht äußern.

In einem von Sat.1 verbreiteten Statement kommentiert Claus Strunz die Verlängerung so: "Eins gegen Eins' ist der junge Polit-Talk Deutschlands. Wir erreichen Menschen, die die öffentlich-rechtlichen Sender offenbar aufgegeben haben. Deshalb freue ich mich sehr, dass wir unsere Arbeit im wichtigen Bundestagswahljahr fortsetzen können. Junge Menschen für Politik zu interessieren und zu sensibilisieren – das ist für mich kein Job, sondern ein Anliegen."