© ZDF/Johannes Louis
Nachfolger des "Philosophischen Quartetts"
Philosophie-Talk mit Precht startet im September
Schon lange war eine eigene Sendung für Richard David Precht im Gespräch, nun steht der Starttermin fest: "Precht", so der schlichte Titel des ZDF-Formats, wird seine Premiere am Sonntag, den 2. September um 23:30 Uhr feiern. Für die neue Philosophiesendung hatte sich das ZDF kürzlich nach zehn Jahren von seinem "Philosophischen Quartett" mit Peter Sloterdijk getrennt. Sloterdijk wetterte im Mai gegen seinen prominenten Nachfolger: "Precht ist vom Handwerk her Journalist und als solcher Popularisator von Beruf", sagter der Philosoph damals der "Zeit".
Auch mit einer Verjüngung des Publikums rechnet er nicht: "Seine Klientel gleicht eher der von André Rieu, den hören auch vor allem Damen über fünfzig in spätidealistischer Stimmung." Beim ZDF ist man derweil natürlich überzeugt von Richard David Precht, dessen Sendung künftig sechs Mal jährlich ausgestrahlt werden soll - in diesem Jahr sind zunächst vier Ausgaben geplant. Precht spricht in seiner Sendung mit einem prominenten Gast über Themen aus Gesellschaft und Leben. Zum Start geht es um das Thema "Skandal Schule". Als ersten Gast begrüßt Precht den Hirnforscher und Bildungskritiker Gerald Hüther, der die These vertritt, dass die Schule, wie wir sie kennen, am Ende sei.
"Wir setzen die philosophischen Gedankenflüge am Sonntagabend weiter fort und schlagen zugleich ein ganz neues Kapitel auf: Das ZDF freut sich auf Richard David Precht, den Philosophen, der wie kein Zweiter in Deutschland das Modell des bürgernahen, sichtbaren, engagierten Intellektuellen etabliert hat", sagte ZDF-Kulturchef Peter Arens über den Neuzugang. Precht selbst legt die Messlatte vor dem Start hoch: "Die Sendung ist eine Gesprächssendung in hoch
konzentrierter Atmosphäre. Die Kunst wird darin bestehen, ein philosophisches Gespräch zu führen, das anspruchsvoll und dennoch breit verständlich ist." Hergestellt wird "Precht" in einem Berliner Filmstudio von Produzent, Regisseur und Autor Gero von Boehm.



23.07.2012 - 12:27 Uhr
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