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Verärgert

"Maß ist voll": Freie suchen Gespräch mit dem MDR

von Alexander Krei
04.02.2013 - 16:43 Uhr

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Zahlreiche freie Fernsehmacher haben sich an den MDR gewendet und sich für bessere Arbeitsbedingungen stark gemacht. Die, die einen großen Teil des Programms liefern, müssten oft sogar sinkende Honorare hinnehmen.

"Bei den freien Fernsehschaffenden ist das Maß voll." Mit diesen Worten bringt die IG Freie Fernsehschaffende ihren Ärger auf den Punkt. Man müsse seit über 15 Jahren gleichbleibende oder sogar sinkende Honorare und unbezahlte Überstunden hinnehmen, heißt es in einer Mitteilung der Interessengemeinschaft, in der sich in Leipzig freie Autoren, Kameraleute, EB-Assistenten und Cutter zusammengeschlossen haben. Man wolle auf immer problematischer werdende Arbeitsbedingungen hinweisen und Verbesserungen anschieben, heißt es zur Bergründung.

So lasse sich der MDR als erfolgreichstes drittes Programm feiern, "doch im Satten dieses Erfolgs wachsen die wirtschaftlichen Probleme von freien Fernsehschaffenden". Anfang Januar habe man aus diesem Grund einen Brief an MDR-Intendantin Karola Wille geschickt, in dem man eigenen Angaben zufolge sehr deutlich auf die "zum Teil prekäre Situation" hingewiesen und um ein persönliches Gespräch gebeten habe. Über 100 Kameraleute, Cutter, EB-Techniker und  Autoren haben diesen Brief mit ihrem Namen unterschrieben. 

"Schließlich, so meinen wir, ist der MDR als öffentlicher Auftraggeber  mitverantwortlich an den Bedingungen, unter denen die Fernsehschaffenden arbeiten, die über Zulieferfirmen das Programm des Senders mitgestalten", so die Interessengemeinschaft in einer Mitteilung. Zudem gehörten die Freien und die Produktionsfirmen zum Wirtschaftsstandort. Freie Fernsehteams repräsentierten den MDR genau so, wie die fest angestellten Kollegen, gaben die Freien zu bedenken.

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