Nur einen Monat, nachdem die dapd das Insolvenzverfahren verlassen hatte, musste der neue Chef Ulrich Ende schon wieder den Gang zum Insolvenzrichter antreten. Zumindest bis Ende April ist der Betrieb der Nachrichtenagentur aber trotzdem erst einmal gesichert. Die Bundesagentur für Arbeit hat am Dienstag einer Vorfinanzierung der Insolvenzgeldzahlungen für die Beschäftigten zugestimmt, wie die vorläufige Insolvenzverwalterin Petra Hilgers mitteilt.
Sie dementiert damit einen anderslautenden Bericht von Meedia, das am Morgen berichtet hatte, die dapd müsse ihren Betrieb einstellen. In den kommenden Wochen sollen nun Sanierungskonzepte angegangen und umgesetzt werden, heißt es in der Mitteilung weiter.
Als Grund für die erneute Insolvenz nur einen Monat nach der Übernahme durch Ulrich Ende nannte dieser auf einer Betriebsversammlung die hohe Anzahl an Kündigungsschutzklagen, die man nicht erwartet habe. Medienberichten zufolge sollen die Investoren allerdings bislang auch nur 1,5 statt der angestrebten vier Millionen Euro gezahlt haben.
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