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DuMont Schauberg © MDS
"Lieber eine starke Lokalredaktion als zwei schwache"

Kölner Zeitungen legen Lokalredaktionen zusammen

von Uwe Mantel
18.03.2014 - 11:52 Uhr

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Der Sparkurs bei DuMont geht weiter: Diverse Lokalredaktionen von "Kölner Stadt-Anzeiger" und "Kölnischer Rundschau" werden zusammengelegt. Bis Ende 2015 sollen damit 30 Redakteursstellen abgebaut werden.

Die Kölner Zeitungen "Kölner Stadt-Anzeiger" und "Kölnische Rundschau" werden voraussichtlich zum 1. Juni 2014 ihre Lokalredaktionen Rhein-Erft, Rhein-Berg, Rhein-Sieg und Euskirchen-Eifel unter dem Dach der neuen Rheinischen Redaktionsgemeinschaft GmbH bündeln. Der Heinen Verlag und der Verlag M. DuMont Schauberg werden jeweils 50 Prozent der Anteile als Gesellschafter halten. Nicht betroffen sind von dieser Bündelung die Lokalredaktionen in Köln, Leverkusen und Bonn.

Abgeschlossen sein soll der Aufbau der Redaktionsgemeinschaft Ende 2015. Dann sollen dort 67 journalistische Mitarbeiter beschäftigt sein - und somit 30 Stellen abgebaut worden sein. Dies wolle  man durch natürliche Fluktuation, Altersteilzeit und Vorruhestand sowie Aufhebungsverträge erreichen. Mittelfristig wollen die Verlage damit pro Jahr Kosten in Höhe von 4 Millionen Euro einsparen - auch dadurch, dass die neue Gesellschaft nicht tarifgebunden sein soll. Die Redaktionsleitung wird bei Cordula von Wysocki und Rudolf Kreitz liegen. Die zukünftige Geschäftsführung wird durch Heinen-Verlag-Geschäftsführer Wolfgang Birkholz und MDS-Geschäftsführer Philipp M. Froben besetzt.

Trotz der Einsparungen träumt "KStA"-Herausgeber Alferd Neven DuMont sogar von einer Steigerung der Qualität: "Die lokale und regionale Berichterstattung ist und bleibt eine zentrale Aufgabe der deutschen Tageszeitungen. Kein Rundfunk, kein Fernsehen kann dies ersetzen. In dem Zusammenhang haben sich die beiden Herausgeber der Zeitungen 'Kölner Stadt-Anzeiger' und 'Kölnische Rundschau' zusammengetan, um die Redaktionen in den Verbreitungsgebieten zusammenzuführen. Damit sehen wir die bisherige Qualität nicht nur gewährleistet, sondern nachhaltig gesteigert. Der einzelne Leser wird auch in Zukunft in jeder einzelnen Ausgabe die vertrauten Stimmen aus den alten Ausgaben wiederfinden."

Wie bislang soll es zwei getrennte Lokalteile geben, die künftig aber von der gleichen Redaktionsgemeinschaft produziert werden. Dabei sollen sie wie "lokale Nachrichtenagenturen" arbeiten und Inhalte anbieten, die für beide Titel unterschiedlich genutzt werden könnten, die damit ihre eigene "Farbe" behalten sollen. Helmut Heinen, Herausgeber der Kölnischen Rundschau: "Durch die erfolgreiche Kooperation des Heinen-Verlags und des Verlags M. DuMont Schauberg konnten wir in der Vergangenheit einen vielfältigen lokalen Qualitätsjournalismus in der Region erhalten. Das ist für beide Verlage ein sehr hohes Gut. Mit der Rheinischen Redaktionsgemeinschaft können wir es auch in Zukunft bewahren. Wir sagen: lieber eine starke Lokalredaktion als zwei schwache."

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