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Nach Personalien-Leaks

Funke-Chefs: "So ein Unternehmen wollen wir nicht führen"

von Timo Niemeier
12.05.2014 - 09:18 Uhr

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Der Streit in der Funke Mediengruppe geht weiter: Nach den geleakten Informationen zum Abschied von "WAZ"-Chefredakteur Ulrich Reitz beschweren sich nun Geschäftsführer Thomas Ziegler und Manfred Braun. Ziel der Kritik sind die Gesellschafter.

Es läuft derzeit einfach nicht rund bei der Funke Mediengruppe. Schon Anfang des Jahres sickerte vor der offiziellen Verkündung durch, dass Geschäftsführer Christian Nienhaus das Unternehmen verlassen muss. In der vergangenen Woche war es dann zunächst der "Kontakter" der berichtete, dass nun auch Ulrich Reitz gehen müsse. Die Funke-Pressestelle dementierte erst "heftig", zwei Tage später machte sie den Abgang dann offiziell (DWDL.de berichtete).

Den beiden Geschäftsführern Thomas Ziegler und Manfred Braun sind die gezielten Personalien-Leaks offenbar ein Dorn im Auge. In dem neuesten Artikel ihres "Freitagsblogs", aus dem "Newsroom.de" ausgiebig zitiert, beschweren sie sich über die Vorgehensweise der Gesellschafter: "Vertrauen ist ein kostbares Gut. Unternehmen, in denen Menschen gerne arbeiten und bereit sind, ihren Beitrag zum gemeinsamen Erfolg zu leisten, basieren auf Vertrauen - zwischen den Ebenen, Bereichen und Abteilungen, innerhalb der Teams." Unternehmen, die nur auf Befehl und Gehorsam setzen, könnten zwar auch irgendwie funktionieren, es mache nur "keinen Spaß, in ihnen zu arbeiten".  Ziegler und Braun kommen zu dem Schluss: "So ein Unternehmen wollen wir nicht führen."

Um Vertrauen zu verspielen sei das Leaken von vertraulichen Informationen an die Öffentlichkeit "ein ziemlich sicherer Weg", so die beiden Geschäftsführer. Die an den "Kontakter" durchgesteckten Infos hätten zu diesem Zeitpunkt dort noch nicht hingehört. "Das hat die betroffenen Personen, den Umgang miteinander und letztlich unser Unternehmen beschädigt."

Ziegler und Braun versprechen sich dafür einzusetzen, "dass so etwas nicht mehr passiert". Adressat der Kritik sind ganz offenbar die Gesellschafter der Funke Mediengruppe, sie waren schließlich auch für die Reitz-Ablösung verantwortlich. Petra Grotkamp hält an Funke derzeit 66,66 Prozent. Renate Schubries sowie die Holthoffs besitzen noch jeweils 16,66 Prozent am Unternehmen.

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