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Kostenpflichtige "Now"-Apps

RTL Interactive nennt erstmals App-Verkaufszahlen

von Uwe Mantel
10.06.2014 - 13:15 Uhr

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Seit etwas über einem Jahr sind die nach einer Testphase kostenpflichtigen Apps zu "RTL Now", "RTL II Now" und "Vox Now" inzwischen im App-Store verfügbar. Nun machte RTL interactive erstmals Angaben zur Zahl der zahlenden Nutzer.

Wer das Programm von RTL, RTL II oder Vox im Livestream auf dem Handy sehen will, der kann entweder auf Dienste wie Zattoo oder Magine zurückgreifen oder die eigenen "Now"-Apps der Sender nutzen. Seit etwas über einem Jahr stehen diese nun in der überarbeiteten Form zur Verfügung. Nach einer kostenlosen Testphase sollen die Nutzer dann 1,79 Euro pro Monat und Sender zahlen, wenn sie weiterhin Zugriff auf Livestream und VoD-Angebot haben wollen. Alternativ gibt es ein etwas günstigeres Jahres-Abo.

Gegenüber der "FAZ" nannte RTL interactive nun erstmals Zahlen, wieviele Kunden tatsächlich bereit sind, dafür Geld auszugeben. Demnach hat man insgesamt bisher "über 600.000 Monate App-Nutzung" verkauft, das wären im letzten Jahr im Schnitt also rund 50.000 zahlende Nutzer pro Monat gewesen. Die Einnahmen dürften demnach innerhalb eines Jahres bei rund einer Million Euro gelegen haben. Weitere Einnahmen werden durch Einzelabrufe generiert - wer zum Beispiel eine "GZSZ"-Folge vorab sehen will, muss nochmal extra zahlen. Die Einnahmen hier liegen aber noch unter jenen, die mit dem App-Verkauf allgemein erzielt werden. Im Vergleich zu den Werbeeinnahmen im VoD-Bereich - der Gesamtmarkt in Deutschland lag hier zuletzt bei 200 Millionen Euro bei Steigerungsraten von 20 bis 30 Prozent - handelt es sich aber doch eher um Peanuts.

Auf den bevorstehenden Markteintritt von Netflix in Deutschland angesprochen sagt Marc Schröder von RTL Interactive: "Wir haben keine Angst vor Netflix, sondern freuen uns über den Wettbewerb und werden sehen, wie das Spiel weitergespielt wird." Dass die Zuschauer allgemein zu VoD-Angeboten abwandern, glaubt er nicht: "Nach dem langen Marsch durch Ausbildung, Studium und Sturm und Drang wird der Wunsch nach Interaktion geringer. Wer Familie hat und abends nach der Arbeit nach Hause kommt, schätzt das kurierte Programm mehr, als das ein 16 Jahre alter Jugendlicher macht."

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